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Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit
(ooc: Nachträglicher Eintrag für das RP vom Mittoch 4. August)

Da die Nanjin noch auf Deep Space Nine für die anstehende Mission nach Gamma Orionis ausgerüstet wird, bin ich heute abend in Quark’s Bar gegangen, um mich ein wenig von der Arbeit der letzten Tage zu erholen. Sheing ist gerade häufig in der Nähe von Deep Space Nine unterwegs und wir haben uns deswegen in Quarks Bar verabredet.

Sie hat mich mit Geschenken überrascht. Zuerst hat sie mir eine Halskette umgebunden. Der Anhänger der Kette ist ein roter Stein, dessen Inneres flüssig ist. Ich habe diesen zwar nicht analysiert, aber gehe davon aus, dass es sich um Sheings Blut handelt. Sie hatte mir erzählt, dass Sie den Verlobungsring, den ich ihr geschenkt habe, gescannt hat. Daher weiß Sie, dass sich in dem inneren des Steines Blut direkt aus meinem Herzen befindet. Sie band mir diese Kette um und sagte, dass ihr Herz nun auch immer bei mir wäre *lächelt*. Daher bin ich mir sicher, dass sie es weiß *grinst*

Dann schenkte Sheing mit noch ein Hologramm von uns beiden, für meinen Nachttisch. Ich muss zugeben, dass ich von den Geschenken sehr überrascht war. Natürlich hatte ich nichts dabei, was ich Ihr schenken konnte. Aber Das Ölgemälde, dass Onkel Laan in der Strafkolonie Neuseeland von mir angefertigt hat war erst vor wenigen Tagen auf Bajor eingetroffen. Bei meinem letzten Besuch in meinem Elternhaus habe ich es mit auf die Nanjin gebracht. Eigentlich wollte ich es Sheing zu unserem Jahrestag schenken. Aber ich habe mich kurzfristig umentschieden, um ihr auch was schenken zu können.

Sheing hat sich sichtbar über das Gemälde gefreut. Laan ist so ein begnadeter Maler *lächelt* Und der Anblick meines nackten Körpers ist auch nicht zu verachten *grinst*

Wir beide hatten einen schönen Abend zusammen. Ich genieße jeden Moment, den wir gemeinsam verbringen. Auch wenn es zur Zeit nur sehr wenige, kurze Momente sind.

Den Rest des Abends haben wir mit Commander Sutak und der Romulanerin, deren Name mit wieder mal entfallen ist, verbracht. Das Gesprächsthema war mal wieder Vizeadmiral Thax. Ich hoffe, ich habe mein Mundwerk nicht zu weit aufgerissen, und zu viele meiner Gedanken zu dem Toast mitgeteilt. Thax ist in meinen Augen eine Bedrohung für die Förderation, aber sie ist auch eine ranghöhere Offizierin. Ich muss aufpassen, was ich in Gegenwart anderer sage.

Logbuch-Eintrag Ende

Transmission

Beginn der Transmission

Sternzeit: 88196.8
Verschlüsselte Sternenflotten Subraum Nachricht

Von: Captain Mara Alba, U.S.S. Nanjin
An: Tolian Kros, Mitglied des Föderationsrat, Mitglied des Geheimdienstausschusses des Föderationsrat
Betreff: Thax of Borg -classified-

Wertes Ratmitglied Kros,

da sie als Mitglied des Geheimdienstausschusses des Föderationsrat über die höchste Unbedenklichkeitseinstufung der Sternenflotte verfügen, wende ich mich an sie, um mein Bedenken über Vizeadmiral Thax of Borg zu Äußern.

Wie ich vor kurzem erfahren habe, ist Thax of Borg vom Rearadmiral Lower Half unter Überspringung eines Ranges zum Vizeadmiral befördert worden. Diese Entscheidung des Sternenflotten Kommando sorgt bei mir für Besorgnis, da ich Vizeadmiral Thax of Borg als untragbar für die Sternenflotte halte.

Thax of Borg macht keinen Hehl daraus, dass sie alljene Personen, die nicht Borg sind/waren, für minderwertig hält. Mehrfach hat sie mich aufgrund meines orionischen Herkunft als minderwertig diskriminiert und tut dies auch in offiziellen Memos. Ich fühlte mich in kurzer Zeit zweimal dazu gezwungen, mich bei Fleetadmiral Quinn über diese Diskriminierung zu beschweren.

Diese Beschwerden scheinen jedoch keine Auswirkungen gehabt zu haben, stattdessen ist sie sogar noch befördert worden. Da die Dokumente klassifiziert sind, kann ich mich leider nicht direkt an die Föderationsjustiz wenden und Vizeadmiral Thax of Borg wegen Diskriminierung verklagen.

Da Sie die nötigen Freigaben haben, bitte ich Sie höflichst darum eine Ermittlung in die Wege zu leiten. Ich fordere, dass die von Vizeadmiral Thax of Borg offen gelebte Diskriminierung anderer Lebensformen von der Föderationsjustiz und der Sternenflotte entsprechend geahndet werden.

Dies ist jedoch nicht der einzige Grund, warum ich mich bezüglich Vizeadmiral Thax of Borg an sie wende, Ratsmitglied. In einem der Memos, in denen der Admiral mich offen diskriminiert, äußert sie – zwar hypothetisch – Planungen über die Vorteile eines Borg-Kollektivs für die Föderation und die Sternenflotte.

Da Vizeadmiral Thax of Borg in Gesprächen auf Drozana-Station und Deep Space Nine keinen Hehl daraus gemacht hat, dass sie ein kollektives Bewusstsein für überlegen hält und sich ein solches wünschen würde, denke ich, dass ein sehr großes Risiko darin besteht, dass sie früher oder später daran arbeiten wird dieses zu realisieren.

In Abetracht der Tatsache, dass Vizeadmiral Thax of Borg andere Lebensformen öffentlich als minderwertig bezeichnet, sehe ich ebenfalls ein großes Risiko darin, dass Thax of Borg sich zu einem neuen Khan Noonien Singh entwickeln könnte, wenn sie Teil eines solchen Kollektivs wird. Die genetische Aufwertung humanoider Lebensformen ist seit Jahrhunderten verboten – wegen dem was Khan Noonien Singh und den Eugenischen Kriegen.

Als Mitarbeitern in der Derna-Einrichtung beschäftige ich mich aus beruflichen Gründen viel mit den Borg und dem Borg-Kollektiv. Ich sehe daran nichts erstrebenswertes und unsere Konflikte mit den Borg zeigen, dass in so einem Kollektiv eine viel zu große Bedrohung liegt. Es ist seit Jahrhunderten die Aufgabe der Sternenflotte und der Föderation das individuelle Leben zu schützen. Es scheint mir jedoch so, dass dies nicht im Interesse von Vizeadmiral Thax of Borg liegt.

Ich persönlich halte es für angebracht, dass der Föderationsrat sich offiziell mit Thax of Borg beschäftigt.

Das von mir genannte Memo finden Sie im Anhang dieser Transmission. Ich möchte an dieser Stelle au die Klassifizierung des Memos hinweisen.

Hochachtungsvoll,

Mara Alba, Captain

Ende der Transmission

Transmissionen

Beginn der Transmission

Sternzeit: 88171.77
Sternenflotten Subraum Nachricht

Von: Captain Mara Alba, U.S.S. Nanjin
An: Rear Admiral Thax of Borg, “Devourer”-Fleet
Betreff: Antwort auf Memo -classified-

Rear Admiral Thax of Borg,

wie ich Ihnen bereits gestern auf Deep Space Nine mitgeteilt habe, habe ich den Posten bei der Abteilung von Vizeadmiral Cally Alba noch nicht angenommen. Außerdem möchte ich erneut darauf hinweisen, dass meine Aufgabe bei dieser Institution nicht forschender Natur ist. Als Captain der USS Nanjin wird es meine Aufgabe sein Borg-Drohnen von Gamma Orionis zu der Einrichtung auf Derna zu bringen. Mit der eigentlichen Reindividualisierung bin nicht nicht beauftragt.

Von daher bitte ich Sie erneut, ihr Anliegen der Leiterin der Einrichtung, Vize Admiral Cally Alba vorzutragen.

Hochachtungsvoll,

gezeichnet

Mara Alba, Captain

Ende der Transmission

Beginn der Transmission

Sternzeit: 88171.77
Sternenflotten Subraum Nachricht

Von: Captain Mara Alba, U.S.S. Nanjin
An: Fleet Admiral Jorel Quinn, Sternenflottenkommando, Sol Station
Betreff: Förmliche Beschwerde
Anhang: Memo mit Klassifizierung S31-NN82-RA.LH:ToB

Werter Admiral Quinn,

erneut muss ich mich leider mit einer Beschwerde über Rear Admiral Thax of Borg an sie wenden. In dem klassifizierten Memo, welches Sie im Anhang dieser Transmission finden und an Commander Sutak und mich gerichtet ist, schreibt Admiral Thax of Borg von meinen “eingeschränkten biologischen Eignung als Orion”. Ich sehe dahin eine rassistische und diskriminierende Äußerung einer ranghöheren Offizierin in einem offiziellen Sternenflotten Dokument.

Es tut mir leid, dass ich sie damit erneut belästigen muss, aber ich kann diesen offenen Rassismus meiner Person gegenüber nicht hinnehmen und bitte daher um die Einleitung der entsprechenden Maßnahmen entsprechend den Sternenflotten Dienstvorschriften und den Föderations Gesetzen gegen Diskriminierung.

Hochachtungsvoll,

Mara Alba, Captain

Ende der Transmission

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88171.77

Die Nanjin befindet sich nach wie vor im Orbit von Bajor. Da ich mich noch nicht entschieden habe, ob ich den Posten unter meiner Mutter annehme werden, hat die Besatzung erstmal Landurlaub erhalten. Währenddessen habe ich die Unterlagen für die geplante Einrichtung auf Derna studiert. Das was meine Mutter mit ihrem Stab ausgearbeitet hat klingt sehr vielversprechend. Ich denke, dass es erfolgreich funktionieren wird. Die Befreiung aus dem Borg-Kollektiv, welche von der Sternenflotten Medizin offiziell als Reindividualisierung bezeichnet wird ist in meinen Augen ein sehr wichtiges Projekt.

Wir vergessen viel zu schnell, dass viele der Borg-Drohnen einst als unsere Kameraden an unserer Seite gekämpft haben. Nur weil sie den Kampf für sich verloren haben, dürfen wir sie nicht aufgeben und schon gar nicht als verloren ansehen. Wir haben eine moralische Verpflichtung ihnen gegenüber. Wenn ich nur daran denke, dass ich assimiliert werden könnte – ich würde es wollen, wieder befreit zu werden.

Das ganze Unterfangen birgt eine Menge Risiken und Gefahren. Aber ich konnte mich davon überzeugen, dass die Planungen diese auf ein Minimum reduzieren. Wir Sternenflotten Offiziere müssen uns davon abwenden die Borg-Drohnen zu dämonisieren. Sie waren auch mal so wie wir fühlende, denkendende Individuen. Ich finde es abscheulich, wie schnell die öffentliche Meinung vieler Sternenflotten Offiziere aus einem Kameraden ein teuflichsches Wesen macht. Ich finde es schockierend und ich schäme mich für jene Sternenflotten Offiziere, die nur das pure Böse in den Borg-Drohnen sehen und ihnen keine Chance auf die Reindividualisierung geben.

Ich hatte diesbezüglich einige ausgiebige Gespräche, als ich gestern abend in Quarks Bar auf Deep Space Nine war. Gerade die menschlichen Offiziere zeigen gegenüber Borg am wenigsten Menschlichkeit. Lediglich der Vulkanier Sutak und die Romulanerin Selva stimmten mir teilweise zu. Aber ich bin froh, dass die Führung der Sternenflotten Medizin die Notwendigkeit dieser Einrichtung erkannt hat und das diese sich in der Gründung befindet.

Ich bin gewillt den Posten anzunehmen, da ich die Aufgabe für sehr wichtig halte. Allerdings habe ich Mutter noch nicht zugesagt. Ich habe Sheing bisher leider nicht erreichen können *seufz*. Ich bin mit ihr verlobt und die Aufgabe ist alles andere als Ungefährlich. Ich will wissen wie sie dazu stehen würde, wenn ich diesen Posten annehmen würde. Ich werde ihr dafür auf jeden Fall ein Veto-Recht gewähren. Wenn Sheing nicht damit einverstanden ist, werde ich den Posten ablehnen.

Eigentlich bin ich gestern nach Deep Space Nine geflogen, um mich ein wenig zu entspannen und von der Arbeit abzuschalten. Das ich den halben Abend über Borg diskutieren und die Pläne meiner Mutter verteidigen musste, war eigentlich nicht beabsichtigt. Aber zum Glück gab es auch andere Themen.

Asora Lightwave war nach langer Zeit mal wieder auf Deep Space Nine. Und er konnte mir berichten, dass er James retten konnte. Ich weiß zwar nicht genau wie es dazu kam, aber James ist in Sicherheit auf der Erde. Das freut mich sehr. Ich bin sehr erleichtert. Was mich jedoch wundert ist, dass Joe Astor in Gewahrsam der Sternenflotte ist. Am Mittwoch soll deswegen eine Anhörung stattfinden. Captain Troaxa wollte mich zunächst als Mitglied des Tribunals gewinnen, was ich jedoch abgelehnt habe. Ich fühle mich nicht im Stande über Joe Astor zu urteilen. Ich fühle mich befangen, weil James mich in die ganze Sache hineingezogen hat. Ich könnte nicht neutral urteilen, weil ich mehr weiß als die anderen Richter.

Captain Troxa hat mich jedoch später als Zeugin vorgeladen. Wie mir scheint, ist er von Admiral Thax über meine Auseinandersetzung mit Kholovok auf Drozana-Station informiert worden. Nun ich weiß nicht was auf mich zukommen wird, aber ich habe Captain Troxa vorsorglich schon mal darauf hingewiesen, dass meine ärztliche Schweigepflicht dem Verhör im Wege stehen könnte. Ich weiß nicht was in der Anhörung zur Sprache kommen wird, aber ich werde auf keinen Fall mein Versprechen brechen, dass ich James gegeben habe. Leider konnte mir Asora nicht genau erklären, wie es dazu kam, dass Joe Astor nun in Gewahrsam der Sternenflotte ist. Er wollte darüber nicht in der Bar reden und ist leider frühzeitig gegangen.

Ich habe das Gefühl, dass Asora mir bewußt aus dem Weg gegangen ist und die Gelegenheit klamm heimlich zu verschwinden genutzt hat, als Admiral Thax mich in ein Gespräch verwickelt hat. Admiral Thax – seit meiner Auseinandersetzung auf Drozana-Station scheint mich der Toaster auf dem Kicker zu haben. Diese Frau … Nein dieses Ding geht mir gehörig auf die Nerven.

Irgendwo hat der Toaster von dem Postenangebot meiner Mutter gehört. Das scheint ihr Interesse geweckt zu haben. Zunächst hatte der Admiral Interesse an Joe Astor gezeigt, wollte unbedingt, dass Ihr einen Kontakt mit ihm herstelle. Auf jeden Fall scheinen ihre Ohren defekt zu sein, da sie einfach nicht hören wollte, dass ich dazu nicht die Möglichkeit habe, da sich Joe Astor im Gewahrsam der Sternenflotten Sicherheit befindet. Die Frau ist schon komisch. Sie ist Rearadmiral und hat sicher bessere Möglichkeiten als ich, die nur Captain ist und in Kürze direkt der Sternenflotten Medizin untersteht.

Die Frau ist der echte Knaller. Sie scheint meine Einwände als persönliche Ablehnung ihrer Person zu empfinden. Nun, wenn Joe Astor im Gewahrsam der Sternenflotten Sicherheit ist, habe ich nun mal keine Möglichkeit ihn zu kontaktieren. Und selbst wenn er noch auf freien Fuss wäre, hätte ich seit der Geschichte auf Drozana sowieso keinen Chance mit ihm in Verbindung zu treten.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich den Admiral nicht ausstehen kann *lacht*. Die tickt doch nicht mehr richtig. redet abfällig über mich, obwohl sie mich gar nicht kennt, sondern nur weil ich Orionerin bin. Sie sieht in mir eine Gefahr für die Föderation und bezweifelet meine Qualifikationen öffentlich. Das laße ich mir nicht bieten. *grinst* Habe ich ja auch nicht. Admiral Thax hat mir gestern offen unterbreitet, dass meine Beschwerde bei Admiral Quinn angekommen ist und diese wohl scheinbar gefruchtet hat. Ich weiß zwar nicht was das genau bedeuten soll, aber wenn ich diesem Toaster irgendwelche Steine in den Weg gelegt habe, dann erfüllt mich das mit Freude.

Und dann fragte sie mich noch, ob ich Expertin für De-Assimilation wäre. Keine Ahnung woher sie ihre Informationen hat, aber ihre Quellen scheinen nicht die besten zu sein. Wenn Sie meine Akte kennen würde, wüßte sie, dass ich lediglich einmal bei einer Reindividualisierung assistiert habe. Die Expertin für sowas ist meine Mutter – nicht ich. Ich habe ihr versucht das klar zu machen, dass ich mich nicht als Expterin bezeichnen würde. Aber auch das scheint sie nicht zu interessieren. Sie hat mir angeboten mir bei der Erforschung der Borg zu helfen. Sie spielte dabei auf den Posten bei der Einrichtung meiner Mutter an. Ich habe ihr mitgeteilt, dass sie sich an die Leiterin der Einrichtung, also meine Mutter, wenden soll, da diese sich um den forschenden Part kümmert. Ich werde lediglich Borg-Drohnen einsammeln. Aber das interessiert den Admiral nicht. Ihr Angebot auf Unterstützung gilt nur für mich. Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich meinen, dass der Admiral in mich verknallt ist, so hartnäckig wie die ist. Das ist aber nicht möglich, da der Toaster das gefühlsloseste Wesen ist, welches ich je getroffen habe. Im Gegensatz zu ihr ist jeder Vulkanier ein reinstes Emotionsfeuerwerk.

Bei der Reindividualisierung von Borg-Drohnen wird der Admiral keine Hilfe sein. Bei ihrer Befreiung ist grundlegend irgendwas schief gegangen. Mutter sollte sie als Patientin aufnehmen und nicht als Beraterin. Der Admiral benötigt ein ganzen Counselor-Stab um wieder zu einem Menschen zu werden.

Alles was ich dem Admiral mitteile scheint irgendwo zwischen ihrem Gehöreingang un den Chips die ihr denken steuern verloren zu gehen. Denn natürlich hat sie mir heute ein Memo geschickt, in dem sie nochmal auf ihr Angebot eingeht. Ich habe Commander Vorerer den Universaltranslator in meinem Kommunikator überprüfen lassen, dieser funktioniert einwandfrei. Also daran, dass der Admiral meine Sprache nicht versteht kann es nicht liegen. Also muss irgendwo die Information in ihrem Kopf falsch verarbeitet werden.

Ich werde gleich ihr Memo beantworten und sie erneut an meine Mutter verweisen. Außerdem werde ich erneut eine Beschwerde an Admiral Quinn senden, da Admiral Thax in ihrem Memo ernet auf meine “minderwertige” Abstammung bezug genommen hat. Ich lasse mir das von der nicht bieten.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88162.74

Kholovok diese dreckige klingonische Ratte *laut*. Was fällt dem eigenlich ein? Kündigt unere Geschäftsbeziehungen. Welche Geschäftsbeziehungen? Nur weil ich ihm mal eine Nachricht von James überbracht habe, habe ich noch lange keine Geschäftsbeziehung mit ihm. Boah. Als ausgestoßener Klingone sollte der froh sein, dass es wenigstens einen Sternenflotten Captain gibt, der ihm gegenüber nicht feindlich eingestellt ist. Aber nein! Er muss ja unsere nicht vorhandenen Geschäftsbeziehungen kündigen. Wie er meint. Ich habe das Freund-Feind-Erkennungssystem der Nanjin bereits geändert. Der Bird-of-Prey von Kholovok wird wieder als Feind erkannt.

Als ihn auf Drozana-Station heute getroffen habe, hatte ich ihn eigentlich nur gefragt, ob er meine Nachricht erhalten hat. Und was fällt dem Kerl ein? Motzt mich an, wie ich es denn wagen könnte ihn zu kontaktieren. Hat der nicht mehr alle Tasse im Schrank? Mein Freund James wird vermisst, und James ist der Sohn von Kholovok’s gutem Freund Joe Astor alias Phoenix. Ich finde ich hätte ein wenig Dank verdient, dafür dass ich das Risiko auf mich nehme, um Joe eine Nachricht zukommen zu lassen. Ist mir auch ziemlich egal, dass Joe Astor das bereits wusste. Und dann droht er mir noch, dass ich mich daraus halten soll und mich nicht deren Schiffen nähern soll. Es wäre nicht meine Angelegenheit. Und wie das meine Angelegenheit ist. James Astor ist ein Freund und die USS Ontario ist ein Raumschiff der Sternenflotte. Das geht mich wohl was an – Das ist meine Angelegenheit.

Von so einem ausgestoßenen Klingonen laß ich mir nicht drohen.

Eins steht jedoch fest. Kholovok und Phoenix sind nicht mehr empfänglich für meine Bluffs. Auf meine Drohung Joe Astor’s Identität der Sternenflotten Sicherheit preis zu geben, sind beide nicht mehr angesprungen. Als ich wohl überlegt diesen Toaster Admiral Thrax gefragt hatte, ob sie wüßte wer sich bei der Sternenflotten Sicherheit um Phoenix und seine Bande kümmert, kam dieser klingonische Wicht an und kündigt unsere Geschäftsbeziehung. Und damit das noch nicht ausreicht, tut er vor dem Toaster und diesem vulkanischen Commander so, als hätte ich ihn mit wichtigen Informationen versorgt. Keine Ahnung was der Admiral von diesen wüsten Behauptungen gehalten hat, der ist zum Glück schnell verschwunden, aber mir reicht es.

Commander Sutak wird sich bei der Sternenflotte nun über die Phoenix Gruppe informieren und feststellen, welcher Offizier mit deren Akte betraut ist. Ich habe dem Commander geschildert in welcher Beziehung ich zu Kholovok und Phoenix stehe. Auch wenn ich erwähnt habe, dass Phoenix in Wirklichkeit ein fahnenflüchtiger Sternenflotten Offizier ist, so habe ich es vermieden James’ und Joes Namen zu erwähnen. Als Sternenflotten Offizierin hätte ich Joe Astor schon länger ans Messer liefern müssen. Immerhin tut er schon seit Jahren so, als wäre er Tod. Und da er nie aus dem Dienst entlassen, sondern für Tod erklärt worden ist, ist er nach wie vor ein vereidigter Sternenflotten Offizier. Aber ich habe ihn nicht verraten – noch nicht. James zu liebe. Sollte Commander Sutak oder die Sternenflotten Sicherheit nach den Identitäten fragen, werde ich mich wohl erstmal auf meine ärztliche Schweigepflicht berufen. James hat mir die Geschichte im Vertrauen erzählt. Zwar nicht in meiner Funktion als Ärztin, aber als Freundin – aber das wird die Sternenflotte nicht wissen.

Wobei Admiral Thrax ein Problem darstellen könnte. Das es dieser Toaster bis zum Admiral gebracht hat ist mir ein Rätsel. Die tickt auch nicht mehr ganz. Als die vom Borg Kollektiv befreit worden ist, ist mächtig was schiefgegangen. Das sie sich seitdem Thrax of Borg nennt sagt mir zumindest, dass sie sich mehr als Borg, als als Mensch sieht. Und ausgerechnet diese Ex-Borg äußerst sich öffentlich abfällig darüber, dass ich als Orionerin ein Sicherheitsrisiko wäre, weil mein Volk in diesem Krieg auf der Seite der Klingonen steht. Also gestern war echt der Tag mit dem unliebsamsten Besuchern auf Drozana. Eine Ex-Borg, die null Menschlichkeit zeigt, bezeichnet mich als Sicherheitsrisiko. Wer ist denn hier bitte eine Borg-Drohne gewesen und hat an der Assimilierung unzählicher Lebewesen teilgenommen? Ich lebe seit 20 Jahren in der Föderation und habe mich immer bewährt. Admiral Thrax hingegen ist assimiliert worden und hat gegen die Föderation gekämpft. Eins steht fest, Admiral Quinn wird heute eine saftige Beschwerde von mir auf dem Tisch haben. Das lasse ich mir von einem dahergelaufenen Toaster nicht bieten – Admiral hin oder her.

Während meines Studium an der medizinischen Fakultät der Sternenflotten Akademie hatte ich das vergnügen Annika Hanson zu treffen, jene Borg die als Seven of Nine von der Crew der Voyager vom Borg Kollektiv befreit worden ist und ihre Menschlichkeit wiedererlangt hat. Admiral Thrax hat man lediglich vom Kollektiv getrennt und ein paar Implantate entfernt. Aber im inneren ist sie nur eine Maschine. Ich verstehe nicht, wie die Sternenflotte der den Rang eines Rearadmirals verleihen konnte.

Der einzige angenehme Gesprächspartner gestern war Commander Sutak. Ausgerechnet ein Vulkanier. Mit denen kann ich eigentlich auch nichts anfangen. Er kann mir auch leid tun, weil er unter das Kommando von Admiral Thrax versetzt wurde. Er besitzt im Gegensatz zu Admiral Thrax mehr “Menschlichkeit”. Ich hoffe, dass er den Admiral ein wenig im Zaum hält. Ich fürchte, dass der Admiral keine Skrupel hat ihre Untergebenen in den Tod zu schicken. Sie schätzt das Leben eines Individums bestimmt so gering ein, wie das Borg-Kollektiv das leben einer einzelnen Drohne einschätzt.

Ich weiß nicht, ob ich Drozana noch einmal besuchen werde. Das Publikum dort gefällt mir zur Zeit gar nicht.

Logbuch-Eintrag Ende