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Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88162.74

Kholovok diese dreckige klingonische Ratte *laut*. Was fällt dem eigenlich ein? Kündigt unere Geschäftsbeziehungen. Welche Geschäftsbeziehungen? Nur weil ich ihm mal eine Nachricht von James überbracht habe, habe ich noch lange keine Geschäftsbeziehung mit ihm. Boah. Als ausgestoßener Klingone sollte der froh sein, dass es wenigstens einen Sternenflotten Captain gibt, der ihm gegenüber nicht feindlich eingestellt ist. Aber nein! Er muss ja unsere nicht vorhandenen Geschäftsbeziehungen kündigen. Wie er meint. Ich habe das Freund-Feind-Erkennungssystem der Nanjin bereits geändert. Der Bird-of-Prey von Kholovok wird wieder als Feind erkannt.

Als ihn auf Drozana-Station heute getroffen habe, hatte ich ihn eigentlich nur gefragt, ob er meine Nachricht erhalten hat. Und was fällt dem Kerl ein? Motzt mich an, wie ich es denn wagen könnte ihn zu kontaktieren. Hat der nicht mehr alle Tasse im Schrank? Mein Freund James wird vermisst, und James ist der Sohn von Kholovok’s gutem Freund Joe Astor alias Phoenix. Ich finde ich hätte ein wenig Dank verdient, dafür dass ich das Risiko auf mich nehme, um Joe eine Nachricht zukommen zu lassen. Ist mir auch ziemlich egal, dass Joe Astor das bereits wusste. Und dann droht er mir noch, dass ich mich daraus halten soll und mich nicht deren Schiffen nähern soll. Es wäre nicht meine Angelegenheit. Und wie das meine Angelegenheit ist. James Astor ist ein Freund und die USS Ontario ist ein Raumschiff der Sternenflotte. Das geht mich wohl was an – Das ist meine Angelegenheit.

Von so einem ausgestoßenen Klingonen laß ich mir nicht drohen.

Eins steht jedoch fest. Kholovok und Phoenix sind nicht mehr empfänglich für meine Bluffs. Auf meine Drohung Joe Astor’s Identität der Sternenflotten Sicherheit preis zu geben, sind beide nicht mehr angesprungen. Als ich wohl überlegt diesen Toaster Admiral Thrax gefragt hatte, ob sie wüßte wer sich bei der Sternenflotten Sicherheit um Phoenix und seine Bande kümmert, kam dieser klingonische Wicht an und kündigt unsere Geschäftsbeziehung. Und damit das noch nicht ausreicht, tut er vor dem Toaster und diesem vulkanischen Commander so, als hätte ich ihn mit wichtigen Informationen versorgt. Keine Ahnung was der Admiral von diesen wüsten Behauptungen gehalten hat, der ist zum Glück schnell verschwunden, aber mir reicht es.

Commander Sutak wird sich bei der Sternenflotte nun über die Phoenix Gruppe informieren und feststellen, welcher Offizier mit deren Akte betraut ist. Ich habe dem Commander geschildert in welcher Beziehung ich zu Kholovok und Phoenix stehe. Auch wenn ich erwähnt habe, dass Phoenix in Wirklichkeit ein fahnenflüchtiger Sternenflotten Offizier ist, so habe ich es vermieden James’ und Joes Namen zu erwähnen. Als Sternenflotten Offizierin hätte ich Joe Astor schon länger ans Messer liefern müssen. Immerhin tut er schon seit Jahren so, als wäre er Tod. Und da er nie aus dem Dienst entlassen, sondern für Tod erklärt worden ist, ist er nach wie vor ein vereidigter Sternenflotten Offizier. Aber ich habe ihn nicht verraten – noch nicht. James zu liebe. Sollte Commander Sutak oder die Sternenflotten Sicherheit nach den Identitäten fragen, werde ich mich wohl erstmal auf meine ärztliche Schweigepflicht berufen. James hat mir die Geschichte im Vertrauen erzählt. Zwar nicht in meiner Funktion als Ärztin, aber als Freundin – aber das wird die Sternenflotte nicht wissen.

Wobei Admiral Thrax ein Problem darstellen könnte. Das es dieser Toaster bis zum Admiral gebracht hat ist mir ein Rätsel. Die tickt auch nicht mehr ganz. Als die vom Borg Kollektiv befreit worden ist, ist mächtig was schiefgegangen. Das sie sich seitdem Thrax of Borg nennt sagt mir zumindest, dass sie sich mehr als Borg, als als Mensch sieht. Und ausgerechnet diese Ex-Borg äußerst sich öffentlich abfällig darüber, dass ich als Orionerin ein Sicherheitsrisiko wäre, weil mein Volk in diesem Krieg auf der Seite der Klingonen steht. Also gestern war echt der Tag mit dem unliebsamsten Besuchern auf Drozana. Eine Ex-Borg, die null Menschlichkeit zeigt, bezeichnet mich als Sicherheitsrisiko. Wer ist denn hier bitte eine Borg-Drohne gewesen und hat an der Assimilierung unzählicher Lebewesen teilgenommen? Ich lebe seit 20 Jahren in der Föderation und habe mich immer bewährt. Admiral Thrax hingegen ist assimiliert worden und hat gegen die Föderation gekämpft. Eins steht fest, Admiral Quinn wird heute eine saftige Beschwerde von mir auf dem Tisch haben. Das lasse ich mir von einem dahergelaufenen Toaster nicht bieten – Admiral hin oder her.

Während meines Studium an der medizinischen Fakultät der Sternenflotten Akademie hatte ich das vergnügen Annika Hanson zu treffen, jene Borg die als Seven of Nine von der Crew der Voyager vom Borg Kollektiv befreit worden ist und ihre Menschlichkeit wiedererlangt hat. Admiral Thrax hat man lediglich vom Kollektiv getrennt und ein paar Implantate entfernt. Aber im inneren ist sie nur eine Maschine. Ich verstehe nicht, wie die Sternenflotte der den Rang eines Rearadmirals verleihen konnte.

Der einzige angenehme Gesprächspartner gestern war Commander Sutak. Ausgerechnet ein Vulkanier. Mit denen kann ich eigentlich auch nichts anfangen. Er kann mir auch leid tun, weil er unter das Kommando von Admiral Thrax versetzt wurde. Er besitzt im Gegensatz zu Admiral Thrax mehr “Menschlichkeit”. Ich hoffe, dass er den Admiral ein wenig im Zaum hält. Ich fürchte, dass der Admiral keine Skrupel hat ihre Untergebenen in den Tod zu schicken. Sie schätzt das Leben eines Individums bestimmt so gering ein, wie das Borg-Kollektiv das leben einer einzelnen Drohne einschätzt.

Ich weiß nicht, ob ich Drozana noch einmal besuchen werde. Das Publikum dort gefällt mir zur Zeit gar nicht.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88154.26

Die Nanjin hat neue Befehle bekommen. Wir wurden mit einer patrouille durch den Aefhir-Sternennebel beauftragt. Die Föderation hat die dortigen Planeten an der romulansichen Grenze lange vernachlässigt. Wir sollen nun nach dem Rechten schauen. Eine Aufgabe die mir lieber ist, als wie die ganzen anderen Raumschiffe nach Gamma Orions abkommandiert zu werden.

Beim Durchsehen der letzten Verlustmeldungen der Sternenflotte musste ich leider feststellen, dass die USS Ontario, James Astors Schiff, als vermisst gilt. Die Sternenflotte hat vor über einer Woche jeden Kontakt zu der Ontario verloren und das Schiff und die Crew als vermisst gemeldet. Ich mach mir ernsthafte Sorgen um James. Vermisst heißt nicht unbedingt, zerstört. Auf jeden Fall ist etwas schlimmes passiert. Die Ontario war im Gamma Orionis Sektorblock im Einsatz – im Kampf gegen die Borg. Ich bete zu den Prophete, dass James nichts passiert ist – und das er nicht asimiliert wurde.

Ich habe eine verschlüßelte Nachricht an Kholovok gesendet und ihm davon berichtet, dass James Schiff als vermisst gilt. Ich hoffe, dass Kholovok diee Information zusammen mit der letzten bekannten Position der Ontario an Joe Astor weiterleitet. Mir sind leider die Hände gebunden, ich kann mich nicht auf die Suche nach James machen. Ich habe aber auch im Gegensatz zu Joe Astor kein Kriegsschiff mit Tarnvorrichtung. Ich hoffe, dass ich mich auf Kholovok verlassen kann und das Joe sich auf die Suche nach seinem Sohn macht.
Streng genommen habe ich dem Feind Informationen über ein verwundbares Sternenflotten Raumschiff übermittelt. Sollte die Ontario sich noch in der Nähe des Mutara-Nebels aufhalten, so dürfte sie unter Umständen ein wehrloses Ziel sein. Für die Sternenflotte dürfte das als Verrat gelten. Aber im Gegensatz zur Sternenflotte weiß ich, dass Joe Astor und Kholovok in diesem Krieg keine aktive Rolle übernehmen – den Krieg zwischen Klingonen und Föderation sogar für falsch erachten. Ich habe die Nachricht gut verschlüßelt und denke nicht, dass diese abgefangen werden kann. Commander Vorerer, welche mein vollstes Vertrauen genießt, versicherte mir, dass die Nachricht nicht abgefangen werden kann. Sie kennt zwar nicht den Inhalt, aber trotzdem habe ich ihre Hilfe in Anspruch genommen.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88116.01

Was für ein Tag liegt hinter mir. Die Nanjin hat mich gerade auf Deep Space K-7 abgeholt, wo Sheing und ich Tom Zachary Koenigstein dem Sicherheitsdienst der Sternenflotte übergeben haben. Wir haben Koenigstein gestern abend auf der Drozana-Station verhaftet, wo Sheing und ich eigentlich ein wenig feiern wollten – wo wir doch so wenig Zeit füreinander haben. Koenigstein ist ein Mensch aus dem Spiegeluniversum. Das ist auch der Grund warum wir ihn verhaftet haben. Er stammt aus dem Spiegeluniversum und hat in unserem Universum nichts zu suchen. Das Terranische Imperium aus dem Spiegeluniversum macht der Föderation schon seit längerem zum schaffen – besonders im cardassianischen Raum sind die Spiegeluniversum Leute sehr aktiv.

Dabei fing gestern eigentlich alles ganz ruhig und beschaulich an. Sheing und ich waren gemeinsam mit meinem Runabout nach Drozana gefolgen. Nachdem wir uns das richtige Partyoutfit angelegt hatten, haben wir runter gebeamt und die Bar unsicher gemacht. Sheing hat sofort Bekannte an der Bar getroffen. Lieutenant Commander Clayton Beddeos, auf dessen Bekanntschaft ich gerne verzichtet hätte wie sich später herausstellte, und ein Mr. Rain. Sheing scheinte die beiden bereits längere Zeit zu kennen und unterhielt sich angeregt mit ihnen. Commander Kholovok war auch in der Bar und warf mir einen Gruss zu, was ich zum Anlaß nahm ihm persönlich gegenüberzutreten und ihn zu begrüßen. Obwohl ich mehr als zehn Jahre mit Jelnora zusammen war, weiß ich nicht viel über klingonische Verhaltensweisen. Irgendwie sind wir nie dazu gekommen, dass Jelnora mir die näher erläutert. Auf jeden Fall wollte ich Commander Kholovok gegenüber nicht unhöflich sein. Es gibt in diesen Zeiten nicht viele Klingonen, die den Krieg für falsch halten. Ich denke, dass man es sich mit einem potentiellen Freund nicht verscherzen sollte, nur weil man ihn unbeabsichtigt ignoriert. Aus dem Grund bin ich zu Kholovok gegegangen und habe ihn begrüßt. Er hatte sich gerade mit einem anderen Klingonen unterhalten und da ich ihn nicht weiter stören wollte, habe ich ihn angeboten, dass er sich doch später am Abend zu uns gesellen könne.

Ich ging dann wieder zurück zu den anderen, die noch an der Bar standen und sich über Raumschiffe unterhielten. *augenrollen* Ich bin Captain eines Raumschiffes. Ich höre den ganzen Tag nichts anderes, als Raumschiff hier, Raumschiff da. Ich habe keine Lust in meiner Freizeit über Raumschiffe zu reden. Deswegen habe ich mich diskret aus dem Gespräch herausgehalten. Irgendwann saßen wir vier an einem Tisch und Sheing und die beiden Herren unterhielten sich mehr oder weniger wieder über Raumschiffe. Auf jeden Fall hat LtCmdr Beddoes sein Missfallen über Sheings und meine Kleidung zum Ausdruck gebracht. Seiner Ansicht nach müssen wir uns als Offiziere weniger aufreißend kleiden. Ich verstehe sein Problem nicht. Wir waren auf Drozana-Station – eine neutrale Station – keine Föderations-Einrichtung. Wir waren nicht im Dienst und trugen keine Uniform. Wo ist sein verdammtes Problem. Nur weil ich Captain der Sternenflotte bin, heißt das nicht, dass ich kein normales Leben mehr habe. Ich bin und bleib Orionerin. Und zumindest in meiner wenigen Freizeit will ich das auskosten. Ich bin 33 Jahre alt, sehe nach menschlichen Maßsteben aber wie anfang 20 aus. Ich genieße die Blicke der Männer und Frauen, die sie mir und Sheing zu werfen. Das war schon immer Teil meiner Welt. Ich habe nun mal mehr Bezug zu meiner eigenen Erotik, als zu irgendwelchen Heldengeschichten des Krieges. Ich will wie jedes andere fühlende Wesen auch die Anerkennung anderer. Als Orionerin bedeutet das nun mal, dass ich die Anerkennung für meinen Körper haben will. Ich bin stolz auf meinen orionischen Körper und zeige ihn gerne.

Aber LtCmdr Beddoes ging absolut zu weit. Er meinte, meine Crew müsse Respekt vor mir haben und mich nicht für eine orionische Amüsierdame halten. Als wenn das meine Crew tun würde. Im Dienst zollen sie mir den Respekt, dem sie jeden anderen Sternenflotten Captain auch zollen würden. Und außerhalb des Dienstes, schätze sie meine Offenheit. Ich habe mich nie von meinen Untergebenen distanziert, sondern mich in der gemeinsamen Freizeit so gegeben wie ich bin. Eine kleine witzige Orionerin, mit einer großen Protion Erotik *grinst*. Ich habe das Gefühl, dass – abgesehen von der Vulkaniern Commander Vorerer – meine Crew dies schätzt. Im Casino setzen sie sich gerne zu mir. Und wenn ich nitzt im Dienst bin, machen sie in meiner Anwesenheit die selben Witze, als wenn ich nicht da wäre. Ich war auch mal Lieutenant und kenne die Distanz zum Captain. Die wollte ich selbst nie meinen Leuten gegenüber haben. James Astor denkt vielleicht, dass ich mit der Hälfte meiner Besatzung geschlafen habe, aber dem ist nicht so. Die Crew der Nanjin ist wie eine zweite Familie für mich. Und ich bin die Mutter *lacht*. Im Dienst kann ich schon mal streng sein, aber außerhalb des Dienstes sind sie meine Freunde. Mir geben sie zumindest das Gefühl, dass sie mich respektieren – gerade weil ich so bin, wie ich bin. Aber das kann LtCmdr Beddoes in seiner beschränkten Welt wohl nicht verstehen.

Und die größte Dreistigkeit hat er sich erlaubt, als Commander Koholovk sich zu uns gesellt hatte und ich im sheing als meine Par’Mach’kai vorgestellt haben. Beddoes hat wohl verstanden, dass Sheing meine Geliebte ist und sie als Schlampe bezeichnet. Ich hab es erst nicht richtig mitbekommen, aber Koholovok mit seinen guten klingonischen Ohren hat mich aufgeklärt. Beddoes hat Sheing als Schlampe bezeichnet. Weil sie mit mir schläft. Aus welcher Zeit stammt dieser ignorante Mensch? Gleichgeschlechtliche Beziehungen waren selbst auf der Erde des 21sten Jahrhundert weit verbreitet und gesellschaftlich nicht geächtet. Und jetzt im 25ten Jahrhundert hat dieser kleine Wurm ein Problem damit. Er hätte mal mich als Schlampe bezeichnen sollen. Aber das hat er sich nicht getraut. Sheing ist kein Offizier der Sternenflotte, aber ich bin es. Hätte er mich als Schlampe bezeichnet, hätte ich ihn zussamen mit Tom Zachary Koenigstein bei der Sicherheit der Sternenflotte abgeliefert. Auch wenn wir beide nicht im Dienst waren – einen ranghöhren Offizier zu beleidigen ist dennoch strafbar. Und da hätte ich eine Ausnahme gemacht und mal den Captain raushängen lassen. Ich koche jetzt noch vor Wut auf Beddoes. Und der wird vermutlich noch auf das selbe Schiff wie Sheing versetzt. Die arme. Meine kleine Arme Sheing. Sie mit diesem Chauvinisten auf einem Schiff.

Kholovok meinte auch gleich, dass er ihm an meiner Stelle einen Dolch in den Körper gerammt hätte. Die Propheten mögen mir verzeihen – ich wünschte er hätte das für mich getan. Nichts andere hat dieser Ewiggestrige verdient. Auf der anderen Seite bin ich Ärztin und hätte ihn wieder zusammenflicken müssen. *seufz* Und genau das hätte ich getan. Durch den hypogratischen Eid bin ich verpflichtet auch meinen Feinden zu helfen. Während des Kriegs habe ich meinem CMO häufiger auf der Krankenstation bei der Behandlung von gefangenen Klingonen geholfen. Da kann ich wegen so einem Wurm wie Beddoes keine Ausnahme machen. Er steht ja zumindest in diesem Krieg auf der richtigen Seite. Aber anfreunden werde ich mich mit ihm nicht.

Zum Glück hat er sich mit seinem Freund nach einer Weile verabschiedet und uns drei an dem Tisch alleine zurück gelassen. Ich hätte es auch keine Minute länger mit ihm ausgehalten. Aber kurz bevor Beddoes ging, kreuzte da Tom Zachary Koenigstein an unserem Tisch auf. Ungefwöhnlich Personen trifft man auf Drozana häufig. Aber was ungewöhnlicheres als ihn habe ich noch nie getroffen. Der kommt an unseren Tisch und fragt, ob ein Sternenflotten Offizier anwesend wäre. Auf die Frage warum er das wissen wollte, fragte er, weil er wissen wollte, ob man mit einem klingonischen Shuttle in den Föderationsraum fliegen und am Erden-Raumdock andocken kann. *lacht* So etwas dummes habe ich noch nie erlebt. Kholovok – vom äußeren eindeutig ein Klingone, zwei leicht bekleidete Orionerin und dieser Beddoes an einem Tisch. Und der fragt, ob ein Sternenflotten Offizier anwesend ist. Okay, rein zufällig sind zwei von uns Sternenflotten Offiziere, aber die Wahrscheinlichkeit war doch sehr gering. Und dann fragt der noch nach, ob er mit einem als feindlich eingestuften Shuttle tief in das Föderationsgebiet fliegen könne.

Während Beddoes sich auf machte und sich verabschiedete, sein Freund war schon eine Weile vor ihm gegangen, flüsterte Sheing mir zu, dass ihr die Kleidung von Koenigstein bekannt vor kommen würde und fragte mich, ob ich mich an ihre seltsame Begegnung mit der Trill-Frau erinnern würde. Als würde ich etwas was Sheing mir berichtet vergessen können. Das war schon einige Wochen her. Damals waren Sheing und ich noch nicht zusammen, aber ich hatte bereits ein Auge auf sie geworfen. Ich hatte sie im Erden-Raumdock getroffen und sie ausgefragt, weil mir von Greg berichtet worden ist, dass sie ein paar Tage zuvor mit einer jungen Trill-Frau verschwunden ist. Das hatte mich natürlich neugierig gemacht. Ich hatte mich in sie verknallt und wollte nun wissen, ob Frauen überhaupt bei ihr eine Chance haben. Wie sich jedoch herausstellte, wollte die Trill nichts von ihr. Auf jeden fall nichts in sexueller Hinsicht. Von daher war es für mich zu dem Zeitpunkt nicht sehr hilfreich. Aber sheing berichtet mir, dass die Trill-Frau sie scannen und untersuchen wollte. Sheing hatte den Verdacht, dass sie aus dem Spiegeluniversum stammt und als Spionin Informationen sammelt.

Dieser Koenigstein erinnerte Sheing an diese Trill-Frau, weil er eine ähnliche Kleidung trug. Über das Spiegeluniversum bin ich informiert – und bin bereits mehrfach auf Schiffe des Spiegeluniversums im Kampf getroffen. Ein Agent des Spiegeluniversums, der in die Tiefen des Föderationsraums eindringen möchte, hatte die Aufmerksamkeit eines Sternenflotten Captains verdient. Kholovok kam schnell mit ihm ins Gespräch und auch er schien misstrauisch geworden zu sein. Er stelle Sheing und mich als seine orionischen Dienerinnen vor und versuchte mit Koenigstein einen über eine klingonische Tarnvorrichtung anzubieten, mit der dann sein Ziel erreichen könne. Der Verdacht, dass er aus dem Spiegeluniversum stammen könnte, reicht natürlich nicht aus um ihn verhaften zu können. Wir brauchten eine Bestätigung von ihm. Sheing kam auf die Idee zu seiner Unterhaltung zu tanzen und ich verstand sofort worauf sie hinaus wollte. Zwei Orionerinnen mit ihren Pheromonen können auf wundersame Weise jeden Verhöhrmeister ersetzen *grinst*

Sheing und ich haben unter vollem Körper- und Pheromoneinsatz Koenigstein in unseren Bann gezogen und ihn dazu gebracht und zu sagen, dass er aus dem Spiegeluniversum stammt. Es hat richtig Spaß gemacht. Ich habe schon lange nicht mehr meine Pheromone eingesetzt und ich habe es genoßen dies zu tun. Ich hatte den Eindruck, dass es auch Koenigstein viel Spaß gemacht hat *grinst* Kholovok hat sich sicher auch sehr amüsiert über das Schauspiel. Koenigstein war voll in unserem Bann und stand unter unserer Kontrolle. Als er uns gesagt hatte, dass er aus dem Spiegeluniversum stammt, hat er wenig später ganz schön dumm geguckt, als ich ihm mein Kommunikator an die Brust geheftet und ihn auf das Runabout beamen lassen.

Gut das Sheing und ich in unserer Freizeit so rumlaufen wie wir es tun und nicht wie es LtCmdr Beddoes es gerne hätte. Eben weil wir so rum laufen haben wir Koenigstein festnehmen können. Ich weiß nicht, was er im Erden-Raumdock will. Das interessiert mich eigentlich auch nicht. Es ist Aufgabe der Sternenflotten Sicherheit das herauszufinden. Für Sheing und mich war jedoch klar, dass ein Mensch aus dem Spiegeluniversum hier in unserem Universum nichts gutes vorhaben kann. Nun sitzt Koenigstein in einer Gefängniszelle auf Deep Space K7. Er war noch sehr lange von unseren Pheromonen benebelt. Als wir ihn bei Commander Icheb abgeliefert haben, hat er uns immer noch total verliebt angeschaut. *lacht*

Es war ein riesen Spaß. Sheing und mich hat es auch sehr stimuliert. Ich hoffe, dass das Cockpit des Runabouts gut isoliert ist und Koenigstein hinten in der Unterkunft nicht mitbekommen hat, was Sheing und ich während des Fluges vorne im Cockpit getrieben haben *grinst* Und selbst wenn, peinlich wäre es mir nicht. Sheing und ich mussten unsere angestaute Lust halt abbauen. Ist ja nicht so, dass wir sowas total anteilnahmslos machen. Natürlich regt sich auch bei uns was, wenn wir unsere Pheromone benutzen und versuchen jemanden zu verführen.

Abgesehen von der Begegnung mit LtCmdr Beddoes war es ein sehr aufregender Abend auf Drozana. Ich hoffe, dass Commander Koholovok so langsam auftaut und mir ein wenig Vertrauen schenkt. Das ist wichtig, damit ich erfahren kann, was James Vater Joe Astor im Schilde führt. Ich weiß nach wie vor nicht, ob von ihm eine Bedrohung ausgeht oder ob er der Sternenflotte freundlich gesinnt ist. Kholovok mag mir gegenüber sagen, dass er den Krieg mit der Föderation für falsch hält. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass er und seine Leute keine Gefahr für die Sicherheit der Föderation darstellt.

Sheing ist nun wieder an Bord ihres Schiffes und ich befinde mich an Bord der Nanjin zurück zum Arucanis Arm. Wir haben da noch ein paar Systeme zu erkunden, bevor wir weiter in den Hromi-Nebel aufbrechen.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88087.34

Ich habe mich heute in der Lounge des Erden-Raumdock mit James Astor und Asora Lightwave getroffen und den beiden über mein Aufeinandertreffen mit Syhoo’D und Kholovok berichtet.

Beide baten mich darauf hin Ihnen das PADD zu geben, was ich jedoch abgelehnt habe. Syhoo’D gab mir das PADD. Ich weiß nicht, was er dazu sagen würde, wenn er plötzlich eine Nachricht von James oder Asora erhält. Vielleicht erwartet er nur eine Nachricht von mir. Ich möchte nicht riskieren, dass er sein Vertrauen verletzt empfindet, weil ich das PADD unerlaubt weiter gegeben habe.

Aus diesem Grund habe ich James angeboten, dass ich Syhoo’D kontaktiere und ihm mitteile, dass James seinen Vater zu sprechen wünscht. Damit war James einverstanden.

Das PADD enthält einen Code, um ein gesichertes Kommunikationsrelais zu aktivieren und eine Nachricht an Syhoo’D weiterzuleiten.

Ich habe folgende Nachricht an Syhoo’D gesendet:

“Hier spricht das grüne Wesen von gestern abend. Der Sohn der Person über die wir gestern geredet haben, bittet darum, dass sein Vater sich mit ihm trifft. Bitte sorgen Sie dafür, dass er kontaktiert wird oder gestatten Sie mir ihm diese Kontaktdaten weiterzuleiten.”

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS NanjinNACHTRAG
Sternzeit 88087.34

Fünf Minuten, nachdem ich die Nachricht an Syhoo’D über das sichere Kommunikationsrelais gesendet habe, habe ich bereits eine Antwort erhalten.

“Drozana Station, 2 Tage”. lautet die knappe Antwort.

Ich werde James diese Nachricht überbringen, damit er sich mit Syhoo’D oder sogar mit seinem Vater treffen kann.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin – NACHTRAG
Sternzeit 88087.34

Nachdem ich James die Daten für den Treffpunkt übermittelt hat, bat er mich Ihn zu begleiten. Ich weiß nicht, ob er mich nur dabei haben will, weil ich Ihn eine Passage nach Drozana verschaffen kann, oder aus einem anderen Grund.

Ich hoffe, dass er wirklich meine Unterstützung wünscht und mich nicht nur als Chauffeur ansieht.

Ich habe mir ein paar Tage frei genommen und Commander Vorerer das Kommando über die Nanjin übergeben. Ich bin zuversichtlich, dass Sie unsere Mission im Delta Volanis Sektor erfolgreich abschließen wird, während ich mit James und Asora in einem runabout nach Drozana Station fliegen.

Ich bin gespannt, was das Treffen mit Syhoo’D ergeben wird und ob wir wirklich Joe Astor treffen werden.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin – NACHTRAG
Sternzeit 88087.34

Während Asora im Runabout blieb, haben James un ich uns auf Drozana-Station gebeamt, um uns mit Syhoo’D zu treffen. Das Treffen war sehr kurz.

Zunächst verlangte Syhoo’D, dass wir beweisen, dass wir die sind die wir vorgeben zu sein – auf klingonische Weise mit einem D’h Tahk. James ist so ein Weichei und hat geschriene wie ein kleines Mädchen.

Für mich war das eine leichte Übung. Immerhin war ich zehn Jahre mit einer Klingonin liiert. Da lernt man mit Schmerzen umzugehen.

Geredet wurde nicht viel. James hat von Syhoo’D ein PADD bekommen, damit er sich mit seinem Vater treffen kann. Er betonte, dass das Treffen nur unter vier Augen stattfinden kann und wollte damit sagen, dass ich unerwünscht bin. Das war mir klar.

Nun denn. Jetzt muss James also selbst zurecht kommen. Ich hoffe, dass er mich wenigstens aufklären wird.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88083.00

Die letzte Nacht habe ich bei Sheing an Bord Ihres Schiffes verbracht. Es war eine sehr schöne Nacht und es ist schade, dass sie schon wieder vorbei ist.

Auch der gestrigen Abend auf der Drozana-Station war sehr schön – und sehr witzig. Ich glaube Sheing und ich haben Kris Sturm und Doktor Rixx ganz schön in Verlegenheit gebracht. Das war auch unsere Absicht, aber nicht böse gemeint.

Ich bin froh, dass ich jetzt in der Öffentlichkeit offen mit meiner Beziehung zu Sheing umgehen kann. Ich war mir nie ganz sicher, ob sie dazu steht. Monte meinte bereits, dass sie vielleicht überrascht ist, dass sie sich in eine Frau verliebt hat. Aber seit gestern weiß ich, dass sie zu unserer Beziehung steht und darüber bin ich sehr glücklich.

Das ich Sheing gestern auf Drozana getroffen habe kam für mich sehr überraschend. Ich wusste nicht, dass sie dort sein wird. Sie hatte es mir nicht gesagt. Aber wir hatten eigentlich auch nicht darüber geredet.

Ich bin gestern nach Drozana geflogen, weil ich was … geschäftliches zu erledigen hatte. Ich war da wegen der Geschichte mit James, über die ich in meinem letzten Logbuch Eintrag berichtet hatte. Ich hatte gehofft, dass ich die beiden Klingonen von letzter Woche wieder treffen würde, um die Nachricht von James überbringen zu können. Und ich habe die beiden gestern getrofffen.

Sie heißen Kholovok und Syhoo’D. Ich hatte mich in der Bar zu Ihnen gestellt und ihnen mitgeteilt, dass ich eine Nachricht für Ihren Commander habe. Ich habe darauf bestanden, dass ich die Nachricht dem Commander persönlich überbringe und niemanden sonst. Darauf gingen die beiden Klingonen nicht ein. Aus diesem Grund habe ich mich auch von den beiden verabschiedet – wohl wissend, dass ich sie neugierig gemacht habe und sie sich im Laufe des Abends wiieder auf mich zurück kommen werden.

Die Nachricht, die ich für den Commander habe ist alles andere als brandgefährlich oder streng geheim. Schließlich bittet James Astor nur um einen Kontaktaufnahme seitens seines Vaters. Es geht mir darum, dass ich Joe Astor persönlich entgegen treten möchte. Ich will eine Erklärung für das alles von Ihm. Ich bin ein Captain der Sternenflotte. Und im Gegensatz zu James habe ich nicht das Recht Ihn zu decken.

Ich lehne mich eh bereits zu weit aus dem Fenster. Es wäre meine Pflicht gewesen bereits dann Meldung zu machen, als sich James mir anvertraut hat. Aber ich habe versprochen dies nicht zu tun. Und zu diesem Wort stehe ich. Aber ich will von James Vater persönlich erfahren, warum ich wissentlich gegen Sternenflotten Vorschriften verstoße. Und ich will wissen, warum er einen meiner Freunde so lange Zeit in Stich gelassen hat.

Wie ich also erwartet hatte, sind die beiden Klingonen wieder auf mich zugekommen. Allerdings früher als erwartet und zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Ich hatte gerade Sheing entdeckt und sie begrüßt. Wir lagen uns in den Armen und haben uns geküsst, als Kholovok uns unterbrach.

Kholovok führt mich in einen Nebenraum der Bar, wo ich Ihren Commander treffen solle. Dort meinte er Syhoo’D wäre der Commander. *lacht*
Entweder waren die beiden sehr begierig darauf den Inhalt er Nachricht zu erfahren und mich einfach anzulügen und so zu tun, als wäre Syhoo’D der Commander. Oder Joe Astor ist tatsächlich nicht deren Commander und ich habe den Kontakt zu dem falschen Schiff aufgenommen.

Das habe ich den beiden auch zu verstehen gegeben. Als ich den Namen Joe Astor erwähnt habe, wurden die beiden nervös. Wenn man das von Klingonen behaupten kann.

Syhoo’D schickte daraufhin Kholovok aus dem Raum, um mit mir unter vier Augen zu reden. Was mich doch etwas überrascht hat, da Syhoo’D scheinbar doch in der Hierachie über Kholovok steht. Ich hatte zuvor eigentlich einen anderen Eindruck.

Syhoo’D war plötzlich nicht mehr an dem Inhalt der Nachricht interessiert, sondern wollte wissen von wem diese Nachricht stammt und woher ich wissen würde, dass Joe Astor noch lebt.

Ich habe meine Karten nicht offen gelegt, selbst als Syhoo’D den Verdacht geäußert hat, dass die Nachricht von James stammt. Ich habe nicht nachgegeben – und Syhoo’D war nicht bereit mich zu Joe Astor zu führen.

Ich hätte Ihm einfach sagen können, dass sie James kontaktieren sollen und ich hätte meine Versprechen James gegenüber erfüllt. Das ändert aber nichts daran, dass ich dann noch immer nicht Joe Astor’s Motivation kenne und abgesehen von James Freundschaft keinen plausiblen Grund habe nicht Meldung bei der Sternenflotte zu machen.

Bevor ich den Raum verlassen habe, hat Syhoo’D mir ein PADD gegenen, auf denen die nötigen Daten verzeichnet sind, damit ich Ihn kontaktieren kann. Syhoo’D – nicht Joe Astor.

Nach diesem Gespräch im Hinterraum der Bar sind die beiden Klingonen nicht wieder auf mich zugekomnmen und ich habe mich den Rest des Abends auf Sheing konzentrieren können.

Dennoch saßen die beiden nur wenige Meter von mir entfernt an der Bar und unterhielten sich mit einer rosafarbenen menschlichen Frau. Ich konnte aus dem Augenwinkeln beobachten wie Kholovok über seinen Kommunikator mit jemanden Sprach und wenig später die Station verlies. Ich vermute, dass die Nachricht von seinem Schiff stammte und er mit irgendjemanden dort wegen irgendwas persönlich reden musste. Da das nur kurze Zeit nach unserem Gespräch geschah – und ich nicht wirklich an Zufälle glaube – denke ich, dass es um mich ging. Wenige Minuten später war er auch wieder an der Bar.

Ich muss sehen, dass ich mit James über mein Aufeinandertreffen mit den beiden Klingonen rede. Ich habe die Möglichkeit Syhoo’D zu kontaktieren und ihm zu sagen, dass sie James Astor kontaktieren sollen. Das dürfte für James eigentlich eine gute Nachricht sein.

Dennoch muss ich James auch klar machen, dass ich mich an Vorschriften halten muss und ich einen guten Grund brauche, damit ich wegen Joe Astor gegen Vorschriften verstoße.

Ich habe keine Ahnung, wo ich da wieder reingeraten bin. Wie üblich habe ich mein Mund wieder zuweit aufgerissen und mir dadurch wieder Probleme beschafft. Und einen Gewissenskonflikt. Ich muss mich zwischen meinen Pflichten als Captain der Sternenflotte und meiner Freundschaft zu James entscheiden. Eine Entscheidung die ich nicht treffen möchte und ich erstmal noch vor mich herschieben werde. Ich hoffe sehr, dass Joe Astor mir einen guten Grund liefern kann, James nicht zu hintergehen.

Logbuch-Eintrag Ende