Schlagwort-Archive: James Astor

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88154.26

Die Nanjin hat neue Befehle bekommen. Wir wurden mit einer patrouille durch den Aefhir-Sternennebel beauftragt. Die Föderation hat die dortigen Planeten an der romulansichen Grenze lange vernachlässigt. Wir sollen nun nach dem Rechten schauen. Eine Aufgabe die mir lieber ist, als wie die ganzen anderen Raumschiffe nach Gamma Orions abkommandiert zu werden.

Beim Durchsehen der letzten Verlustmeldungen der Sternenflotte musste ich leider feststellen, dass die USS Ontario, James Astors Schiff, als vermisst gilt. Die Sternenflotte hat vor über einer Woche jeden Kontakt zu der Ontario verloren und das Schiff und die Crew als vermisst gemeldet. Ich mach mir ernsthafte Sorgen um James. Vermisst heißt nicht unbedingt, zerstört. Auf jeden Fall ist etwas schlimmes passiert. Die Ontario war im Gamma Orionis Sektorblock im Einsatz – im Kampf gegen die Borg. Ich bete zu den Prophete, dass James nichts passiert ist – und das er nicht asimiliert wurde.

Ich habe eine verschlüßelte Nachricht an Kholovok gesendet und ihm davon berichtet, dass James Schiff als vermisst gilt. Ich hoffe, dass Kholovok diee Information zusammen mit der letzten bekannten Position der Ontario an Joe Astor weiterleitet. Mir sind leider die Hände gebunden, ich kann mich nicht auf die Suche nach James machen. Ich habe aber auch im Gegensatz zu Joe Astor kein Kriegsschiff mit Tarnvorrichtung. Ich hoffe, dass ich mich auf Kholovok verlassen kann und das Joe sich auf die Suche nach seinem Sohn macht.
Streng genommen habe ich dem Feind Informationen über ein verwundbares Sternenflotten Raumschiff übermittelt. Sollte die Ontario sich noch in der Nähe des Mutara-Nebels aufhalten, so dürfte sie unter Umständen ein wehrloses Ziel sein. Für die Sternenflotte dürfte das als Verrat gelten. Aber im Gegensatz zur Sternenflotte weiß ich, dass Joe Astor und Kholovok in diesem Krieg keine aktive Rolle übernehmen – den Krieg zwischen Klingonen und Föderation sogar für falsch erachten. Ich habe die Nachricht gut verschlüßelt und denke nicht, dass diese abgefangen werden kann. Commander Vorerer, welche mein vollstes Vertrauen genießt, versicherte mir, dass die Nachricht nicht abgefangen werden kann. Sie kennt zwar nicht den Inhalt, aber trotzdem habe ich ihre Hilfe in Anspruch genommen.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88087.34

Ich habe mich heute in der Lounge des Erden-Raumdock mit James Astor und Asora Lightwave getroffen und den beiden über mein Aufeinandertreffen mit Syhoo’D und Kholovok berichtet.

Beide baten mich darauf hin Ihnen das PADD zu geben, was ich jedoch abgelehnt habe. Syhoo’D gab mir das PADD. Ich weiß nicht, was er dazu sagen würde, wenn er plötzlich eine Nachricht von James oder Asora erhält. Vielleicht erwartet er nur eine Nachricht von mir. Ich möchte nicht riskieren, dass er sein Vertrauen verletzt empfindet, weil ich das PADD unerlaubt weiter gegeben habe.

Aus diesem Grund habe ich James angeboten, dass ich Syhoo’D kontaktiere und ihm mitteile, dass James seinen Vater zu sprechen wünscht. Damit war James einverstanden.

Das PADD enthält einen Code, um ein gesichertes Kommunikationsrelais zu aktivieren und eine Nachricht an Syhoo’D weiterzuleiten.

Ich habe folgende Nachricht an Syhoo’D gesendet:

“Hier spricht das grüne Wesen von gestern abend. Der Sohn der Person über die wir gestern geredet haben, bittet darum, dass sein Vater sich mit ihm trifft. Bitte sorgen Sie dafür, dass er kontaktiert wird oder gestatten Sie mir ihm diese Kontaktdaten weiterzuleiten.”

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS NanjinNACHTRAG
Sternzeit 88087.34

Fünf Minuten, nachdem ich die Nachricht an Syhoo’D über das sichere Kommunikationsrelais gesendet habe, habe ich bereits eine Antwort erhalten.

“Drozana Station, 2 Tage”. lautet die knappe Antwort.

Ich werde James diese Nachricht überbringen, damit er sich mit Syhoo’D oder sogar mit seinem Vater treffen kann.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin – NACHTRAG
Sternzeit 88087.34

Nachdem ich James die Daten für den Treffpunkt übermittelt hat, bat er mich Ihn zu begleiten. Ich weiß nicht, ob er mich nur dabei haben will, weil ich Ihn eine Passage nach Drozana verschaffen kann, oder aus einem anderen Grund.

Ich hoffe, dass er wirklich meine Unterstützung wünscht und mich nicht nur als Chauffeur ansieht.

Ich habe mir ein paar Tage frei genommen und Commander Vorerer das Kommando über die Nanjin übergeben. Ich bin zuversichtlich, dass Sie unsere Mission im Delta Volanis Sektor erfolgreich abschließen wird, während ich mit James und Asora in einem runabout nach Drozana Station fliegen.

Ich bin gespannt, was das Treffen mit Syhoo’D ergeben wird und ob wir wirklich Joe Astor treffen werden.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin – NACHTRAG
Sternzeit 88087.34

Während Asora im Runabout blieb, haben James un ich uns auf Drozana-Station gebeamt, um uns mit Syhoo’D zu treffen. Das Treffen war sehr kurz.

Zunächst verlangte Syhoo’D, dass wir beweisen, dass wir die sind die wir vorgeben zu sein – auf klingonische Weise mit einem D’h Tahk. James ist so ein Weichei und hat geschriene wie ein kleines Mädchen.

Für mich war das eine leichte Übung. Immerhin war ich zehn Jahre mit einer Klingonin liiert. Da lernt man mit Schmerzen umzugehen.

Geredet wurde nicht viel. James hat von Syhoo’D ein PADD bekommen, damit er sich mit seinem Vater treffen kann. Er betonte, dass das Treffen nur unter vier Augen stattfinden kann und wollte damit sagen, dass ich unerwünscht bin. Das war mir klar.

Nun denn. Jetzt muss James also selbst zurecht kommen. Ich hoffe, dass er mich wenigstens aufklären wird.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88082.00

Gerade hat James Astor meinen Bereitschaftsraum verlasse, nach einem intensiven privaten Gespräch verlasen und ist wieder zu seiner Arbeit zurück gekehrt. Nun muss ich mir eine Erklärung für meine Crew einfallen lassen, wer er war und was er an Bord wollte. *lächelt*

Ich habe James heute in der Lounge des Raumdocks getroffen. Anfangs wirkte er ganz normal, scherzte, dass ihn grüne Frauen einschüchtern, blaue Frauen hingegen weniger, er aber die Antennen komisch findet. *lacht* Rosa gepunktet würde er lustig finden.

Das Gespräch wandte sich aber schnell einem ernsterem Thema zu und James wirkte sehr bedrückt, da es was mit dem Tod seiner Eltern zu tun hatte. Er wollte nicht mir mir darüber in der Lounge reden, da ihm der Ort zu öffentlich war. Auf jeden Fall leidet er scheinbar ein wenig unter Verfolgunswahn.

Ich konnte Ihn davon überzeugen, dass wir auf der Nanjin ungestört reden könnten. Er willigte ein mit auf meinen Schiff zu kommen. Aber vermutlich nur, weil ich ihm versichert habe, dass meine Crew vertrauenswürdig ist und es gewohnt sei, dass ich fremde Männer aufs Schiff mitbringe, um sie zu vernaschen. Ich glaube, James denkt wirklich, dass ich mit der halben Crew geschlafen habe. *lacht*

Auf meinem Schiff angekommen wirkte James zunächst nervös. Meine Crew hat wie ich es gewohnt bin, professionell ihre Arbeit verrichtet und James natürlich nicht mit fragenden Gesichtern angestarrt.

In meinem Bereitschaftsraum berichtete James dann, was ihn bedrückt.

James Eltern sind offizielle bei einem Angriff vor 12 Jahren gestorben. Seitdem hat sich Asora Lightwave – ein äußerst interessanter und attraktiver Mann – um James wie ein Vater gekümmert. Ich denke James schätzt Asora sehr und ist ihm auch aus tiefstem Herzen dankbar. Doch – wie James selbst berichtete – kann Asora seine Eltern nicht ersetzen.

James erinnert sich noch heute an das was damals geschehen ist. Er erinnert sich daran, dass das Schiff seiner Eltern von Orion Raidern angegriffen wurde. Wieso fühle ich mich mit Schuld an dem Angriff? Nur weil ich Orionerin bin, bin ich noch lange nicht für die Taten meines Volkes verantwortlich.

James berichtete mir, dass die Orioner kurz bevor sie das Schiff seiner Eltern zerstörten ein letztes Biozeichen orteten und dieses aus dem Schiff beamten. Dabei handelte es sich um James Vater. Aufgrund des Angriffes war dieser jedoch so stark traumatisiert, dass er an einer Amnesie leidete und sich an nichts erinnernt konnte – weder an den Angriff, noch, dass er einen Sohn hat.

Ohne sich an etwas zu erinnern, schloß sich James’ Vater einer Söldnergruppe an – mich wundert, dass er von den Orion Raidern nicht als Sklave verkauft wurde. Dem werde ich wohl nachgehen, wenn ich James’ Vater kennenlernen sollte. Ich kene mein eigenes Volk so schlecht. Das betrübt mich.

Mittlerweile ist James Vater wohl zum Anführer dieser Söldnerbande geworden, die sich Phoenix nennt und über einen klingonischen Bird-Of-Prey verfügt. Seit fünf Jahren soll laut James die Amnesie seines Vaters abgeklungen sein und sich dieser wieder an alles erinnern können.

Verständlicherweise ist James sauer darüber, dass sich sein Vater nicht mit ihm Verbindung gesetzt hat. Die Motivation dafür kann ich nur erahnen. Mir fallen aber einige plausible Gründe dafür ein, dass ein Vater den Kontakt zu seinem Sohn meidet. Es wäre möglich, dass er sich für die Taten der vergagenen Jahre schämt – für sein Leben als Söldner und Pirat – und dass es seinen Sohn mit dieser “Schande” mit beschmutzen möchte. Möglicherweise denkt sein Vater, dass es für James das beste ist, wenn er im Glauben bleibe, dass er Tod wäre. Was genau der Grund ist, kann wohl nur er selbst verraten.

Ich habe James ermutigt seinem Vater eine Chance zu geben. Ihn in Ruhe erklären zu lassen und dann zu urteilen. Ich denke sein Vater hat das verdient.

Vergangene Woche auf der Drozana-Station hat sich James Vater ihm gegenüber zu erkennen gegeben – als Anführer einer klingonischen Söldnergruppe. Ein Klingone der sich mit James und Asora angelegt hatte, wurde von James’ Vater geschickt.

In unserem Gespräch stellte sich heraus, dass es sich bei dem Klingonen um den selben Klingonen handelt, der mich an dem Tag auf der Drozana-Station für ein orionisches Sklavenmädchen gehalten hat und wollte, dass ich für ihn tanze.

Die Klingonen haben James und Asora gegenüber versucht glaubhaft zu machen, dass sie gegen den Krieg zwischen Föderation und Klingonen seien, und das es eine größere Bedrohung durch die Undine gibt. Das war das selbe, was mir die Klingonen versichert haben, nachdem sie sich auf Befehl ihres Commanders – James’ Vater – bei mir entsschuldigen mussten. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie lügen würden.

Ich berichtete James davon, dass ich dem Klingonen einen Transpondercode gegeben habe, damit sich deren Schiff gegenüber den Nanjin identifizieren kann und sofern Sie uns nicht angreifen, nicht vor uns fliegen brauchen. Ich sicherte dem Klingonen auch medizinische Unterstützung zu.

Ich denke ich kann behaupten, dass ich ein wenig ihr Vertrauen gewonnen hatte. Letzte Woche hätte ich nie damit gerechnet, dass sich das bezahlt machen würde. Ich habe nur so gehandelt, wie ich es als Ärztin nun mal mache.

James hat keine Möglichkeit mit seinem Vater in Verbindung zu treten, um ein klärendes Gespräch zu führen. Ich habe zwar auch keine Möglichkeit das Schiff von James’ Vater zu kontaktieren, aber James bat mich eine Nachricht zu übermitteln, sofern ich sie treffen sollte. James möchte, dass sie sich mit ihm in Verbindung setzen und einen Treffpunkt ausmachen.

Ich denke, dass ist der richtige Weg. James sollte sein Vater nicht vorverurteilen, nur weil er nicht alle Fakten kennt. Sein Vater hat zumindest dieses Gespräch verdient.

James war erstaunlicherweise erfreut über unser Gespräch – und meine Zusicherung, dass ich ihm als Freundin zur Seite steht. Er scheint sich bei Asora nicht ganz sicher zu sein, auf wessen “Seite” er sich schlägt. Ob er zu James steht, oder doch seinem Vater näher steht.

*lacht* Ich dachte immer Asora wäre wirklich James Onkel, weil die beiden sich immer als Onkel und Neffe bezeichnen. Dabei ist Asora nur sein Patenonkel. Die beiden sind nichtmal miteinander verwandt. Asora hat wohl früher unter James’ Vater gedient. Ich denke, dass werde die mir auch irgendwann genauer erklären.

Ich bin froh, dass James sich mir gegenüber geöffnetund Vertrauen gefunden hat. Ich denke er versteht es selbst nicht genau. Vermutlich wird er es auf meine Pheromone schieben. Dabei haben die damit gar nichts zu tun gehabt. Ich weiß nicht, ob es eine besondere Gabe von uns Orionerinnen ist. Aber ich konnte schon immer gut zuhören und das Vertrauen von Leuten gewinnen – ohne dafür auf meine Pheromone zurück greifen zu müssen.

Trtozdem bleibt James immer noch für mich ein Mysterium. Ich weiß nicht, was er für mich empfindet. Ich weiß nicht, was ich für ihn empfinde. Er ist was besonderes. Das habe ich sofort gewusst, als ich ihn getroffen habe. Es war mir klar, dass er keine Liebschaft für eine Nacht sein könnte, weil er dafür viel zu interessant ist.

James ist für mich eine komplizierte Persönlichkeit. Meine Gefühle für ihn sind kompliziert. Meine Gefühle sind kompliziert. Ich bin kompliziert. Kann er mich überhaupt verstehen? Er ist ein Mann. Ein Mensch. Ich bin Orionerin. Ich bin anders, als jede Frau die er jemals kennen gelernt hat.

Ich liebe Sheing. Und meine Liebe zu Sheing ist kräftiger, als jede die ich jemals zuvor verspürt habe. Aber …. ich habe mich auch immer zu Männern hingezogen gefühlt – nicht nur zu Frauen. Sheing weiß das. Sie ist Orionerin und versteht unsere Art zu lieben. Das wir mehrere Personen gleichzeitig, auf verschiedene Art und Weise lieben können. Und das unsere Bedürfnisse intensiver sind, als die von anderen Wesen.

Aber kann das ein Mann – ein Nicht-Orionischer Mann – verstehen. Kann James das verstehen?

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich kompliziert bin?

Ich bin gerade erst mit Sheing zusammen gekommen. Wir haben das noch nicht mal an die große Glocke gehängt. Ich bin Glücklich! Ich brauche keinen Mann. Noch. Noch ist die Beziehung zu Sheing so frisch, dass sie ausreicht, um meine Sehnsüchte und Bedürfnisse zu stillen. Aber wie lange das anhält weiß ich nicht.

Vielleicht täusche ich ich auch in meiner Art. Vielleicht haben wir Orionerinnen gar nicht diese Bedürfnisse, die mich immer dazu getrieben haben, mehrere Beziehung und Liebschaften parallel zu führen. Vielleicht bin nur ich so. Und vielleicht ist Sheing die Liebe, die wahre, alles erfüllende Liebe.

Aber welche Rolle spielt dann James?

Es ist kompliziert.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88081.06

Gestern abend habe ich mich zur Entspannung in die Lounge des Erden Raumdock begeben. Ich wollte den Anblick der Erde genießen.

Nachdem ich einige Zeit den Ausblick genossen habe gesellten sich Captain Troxa und Kris Sturm zu mir. Ich kannte Captain Troxa bisher nur flüchtig, konnte mich aber angeregt mit ihm unterhalten. Mir schien es, als würde er sich tatsächlich für meine Herkunft und meine Erfahrungen als Orionerin in der Föderation interessieren.
Wie es sich leider so häufig ergibt, rief die Pflicht Captain Troxa vorzeitig aus unserem Gespräch, so dass wir dieses leideer nicht vertiefen konnten.

Einige Zeit später traf dann auch noch James Astor in der Lounge ein. Captain Troxa und er mögen sich nicht sehr und komischerweise scheinen die sich immer zu verpassen. Scheint mir so, als würden sie das abpassen.

Wie üblich hat James wieder versucht Witze auf meine Kosten zu machen. James deutete Gerüchte an, die er über mich, mein Schiff und meine Crew gehört habe. Teilweise waren mir die Gerüchte bekannt, teilweise waren sie mir neu. Teilweise stimmen sie und teilweise sind sie pure Fantasie. Ich habe mir jedoch meinen Spaß daraus gemacht, James eben nicht die Gerüchte zu bestätigen oder zu widerlegen, sodern ganz neue Möglichkeiten für männliche Fantasien geliefert.
Vermutlich glaubt James jetzt wirklich, dass die gesamte Crew meines Schiffes aus Frauen besteht, ich mit der Hälfte der Crew geschlafen habe und kein Sex mit Offizieren ranghöher Lieutenants gehabt habe.

Ich weiß nicht, was James jetzt glaubt und was nicht. Ist mir persönlich eigentlich auch egal, weil ich es schon so lange gewohnt bin mit sexuellen Gerüchten zu leben.

Erstaunlicherweise wandte sich unser Gespräch irgendwann in eine andere Richtung. Ich weiß nicht mehr genau warum, aber ich konnte James davon berichten, wie ich an der Sternenflotten Academy Misstrauen mir gegenüber begegnet bin.

Es ist schon sehr lange her, aber daran zu denken tut immer noch weh – auch wenn ich es nicht zeige.
An der Sternenflotten Academy zählte ich nie zu den besten Studentinnen, aber ich habe dennoch mit guten Noten meine Abschlussprüfung als Offizierin und Ärztin abgelegt. Da offenbar einige in der Sternenflotte der Meinung waren, dass ich dies nur aufgrund meiner orionischen Pheromone geschafft habe und sie darüber hinaus fürchteten, dass ich als Spionin des Orion Syndikat auf die Academy geschickt wurde, musste ich meine gesamte Abschlussprüfung vor einen “unabhängigigen” Komission der Sternenflotten Academy, der Sternenflotten Sicherheit und des Sternenflotten Geheimdienstes ablegen. Als mir mitgeteilt wurde, dass ich mich dieser stellen muss, war ich schwer getroffen. Ich war kurz davor ohne Abschluss freiwillig die Academy zu verlassen – denn sie wollten mich scheinbar nicht haben und trauten mir nicht.
Wäre Jelnora nicht gewesen, wäre ich tatsächlich gegangen. Aber sie hat mich überredet für mein Offizierspatent und meine Zulassung als Ärztin zu kämpfen. Ohne ihre klingonische Stärke, hätte ich einfach aufgegeben.

Dank Ihr habe ich es geschafft – und sogar meine Noten verbessern können. Und heute bin ich – vermutlich zum Missfallen einiger Admiräle – Captain der Sternenflotte. Schade, dass Jelnora das nicht mehr erleben konnte.

Logbuch-Eintrag Ende