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Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88180.71

Ich habe mich heute kurzfristig auf Drozana mit Sheing getroffen. Eigentlich wollte ich ihr von dem Angebot meiner Mutter berichten. Doch dazu bin ich zunächst gar nicht gekommen, da Sheing mir selbst etwas zu berichten hatte. Sie ist einer Orionerin begegnet, die vermutlich meine Schwester ist. Lyshi soll sie heißen und 16 Jahre alt sein. Wenn Sie wirklich meine Schwester ist, so wurde sie geboren nachdem meine Mutter mich an den Cardassianer verkauft hatte. Sheing berichtet, dass Lyshi nach einem Käufer für sich gesucht hat, der sie in den cardassianischen Raum mitnimmt, da sie dort ihre Schwester suchen möchte. Ich weiß nicht, wie viele Orionerinnen vor 20 zwanzig Jahren an Cardassianer verkauft worden sind, aber so wirklich an Zufällge glauben tue ich nich.t Ich teile Sheings Einschätzung, dass diese Lyshi vermutlich meine Schwester ist. Allerdings denkt Lyshi nicht sehr gut über die Sternenflotte und vor allem nicht über Orioner in der Sternenflotte. Sie soll Sheing gegenüber sehr aggressiv aufgetreten sein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie davon begeistert wäre zu erfahren, dass die Schwester die sie sucht ein Captain der Sternenflotte ist.

Ich denke, dass es erstmal das beste ist, wenn Lyshi nicht meine Bekanntschaft macht. Als meine Mutter mich verkauft hat und ich von den Khon-ma befreit worden bin, habe ich mit meiner orionischen Familie abgeschlossen und mir zwischenzeitlich ein neues Leben in der Föderation aufgebaut. Lyshi kann sich nichts dafür, dass ich verkauft worden bin, doch scheint sie die orionischen Traditionen zu befürworten. Es würde alles nur komplizieren.

Allerdings ist auch die Sternenflotten Sicherheit auf Lyshi aufmerksam geworden. Sie scheinen in Lyshi eine Bedrohung für die Sicherheit der Föderation und eine potentielle Spionin zu sehen. Da Lyshi auf der Suche nach mir ist, wäre ich somit das Ziel der Spionageaktion des Klingonischen Reiches. Das kann ich mir jedoch nur unschwer vorstellen, da ich innerhalb der Sternenflotte viel zu unbedeutend bin. Ich bin die kommandierende Offizierin eines einfachen wissenschaftlichen Raumschiffes, fliege Einsätze an strategisch unbedeutenen Punkten des Föderationsraums. Was sollten die Klingonen davon haben mir eine Spionin unterzujubeln?

Auch wenn ich den direkten Kontakt mit Lyshi meiden werde, so werde ich ein Auge auf sie und ihre Aktivitäten behalten. Vielleicht ändert sie ja ihre Einstellung gegenüber uns Orionern in der Sternenflotte. Dann wäre sie vielleicht auch bereit zu akzeptieren, dass ihre große Schwester ein Captain der Sternenflotte ist.

Auch wenn sich ein Großteil des Abends um Lyshi gedreht hat, konnte ich mit Sheing in einer ruhigen Minute über Mutters Angebot reden. Ich habe Ihr erklärt worum es geht und wie gefährlich es ist. Sheing war schließlich einverstanden, dass ich den Posten annehme. Ich werde Mutter morgen davon unterrichten – und auch die Besatzung.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88133.30

*spielt mit dem Ring an ihrem linken Ringfinger* Ich bin verlobt! Bei den Propheten. Sheing und ich sind verlobt. Gestern abend war der schönste Tag meines Lebens. Nachdem die Nanjin Versorgungsgüter auf Deep Space K7 aufgenommen hat, habe ich einen kurzen Abstecher nach Drozana-Station gemacht, um mal zu schauen, wer so da ist. Dort an der Bar standen Sheing und Doktor Rixx.

Ich bin zu den beiden gegangen und prompt teilte Sheing mir mit, sie hätte etwas für mich. Sie hat mir ein Etui gegeben, in dem dieser tolle *hält den Ring in die Kamera* Titanring mit diesem wunderschönen Diamantherzen drin war. Ich konnte meinen Augen nicht trauen. Sheing hat mir einen Verlobungsring geschenkt. Es ist unglaublich. Sheing und ich werden heiraten.

Nachdem ich mich von Ihr nochmal die Bestätigung eingeholt habe, dass sie mich wirklich heiraten will, haben wir zusammen mit Doktor Rixx eine große flasche Champagner geköpft. Selbst LtCmdr Beddoes durfte ein Glas abhaben, als er zufällig bei uns vorbeikam. Ich kann den Kerl nicht ausstehen, aber das war mir gestern egal.

Als ich Sheing gebeten hatte mich zu heiraten, hat sie gesagt, dass sie sich noch nicht sicher ist. Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so schnell entscheiden würde. Wow. Und dann sagt sie mir nicht nur, dass sie mich heiraten will. Nein Sie schenkt mir einen Verlobungsring. Ich schäme mich richtig, dass ich keinen für sie hatte, als ich sie bat mich zu heiraten. Auf Bajor gibt es diese Tradition nicht, aber Sheing ist auf der Erde aufgewachsen und da ist es üblich. Ich werde ganz schnell einen ganzn besonderen Ring für sie besorgen. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen.

Ich kann es kaum erwarten Mutter und Vater davon zu berichten. Die werden Augen machen. Ich werde sie gleich kontaktieren.

Gestern war wahrlich ein besonderer Tag. Auch weil ich Sheing zum ersten mal in ihrern neuen Uniform gesehen habe. Sie ist zum Lieutenant befördert worden. Die Uniform steht ihr richtig gut und ihre neue Frisur paßt richtig zu ihr. Sie sieht so viel erwachsener aus. Als ich sie in dieser neuen Uniform gesehen habe, war ich richtig stolz auf sie. Sie ist meine Verlobte, aber ich bin auch ihre Tange, und wir beide fühlen uns wie Schwestern – ich bin richtig stolz auf meine kleine Schwester, meine Nichte *grins*

Sheing ist auf die Lady McBeth versetzt worden, muss ihren Dienst aber erst am Montag antreten. Also erst in drei Tagen. Ich konnte sie dazu überreden bis dahin mit auf die Nanjin zu kommen. Wir haben jetzt drei Tage füreinander. Zwar muss ich zwischenzeitlich noch meinen Pflichten als kommandierende Offizierin der Nanjin nachkommen, aber ich werde jede freie Minute mit Sheing verbringen und dafür sorgen, dass ich sehr viel freie Minuten habe.

Das werden drei wunderbare Tage. Ich werde sie genießen. Ich bin so glücklich. Als ich mein Quartier verließ, um zum dienst zu gehen, hat Sheing noch geschlafen. Ich hab ihr was zum Frühstück bereit gestellt. Sie soll ihre freien Tage richtig genießen und nicht darunter leiden müssen, dass ich früh aufstehen muss.

Ich hab Sheing gestern auch von Schandria erzählt und das ich mit ihr geschlafen haben. Wie ich erwartet hatte, war Sheing darüber nicht sauer, sondern hat ihre üblichen Späße gemacht. Ich hab Ihr auch angeboten, dass sie sich Schandria mal ausleihen darf und sie wirkte interessiert. Es ist einfach toll mit einer Orionerin verlobt zu sein. Genauso wie für mich, ist das normal für sie. Ich hätte keine bessere Person treffen können als Sheing.

Ich liebe sie und freue mich auf unsere Hochzeit.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88116.01

Was für ein Tag liegt hinter mir. Die Nanjin hat mich gerade auf Deep Space K-7 abgeholt, wo Sheing und ich Tom Zachary Koenigstein dem Sicherheitsdienst der Sternenflotte übergeben haben. Wir haben Koenigstein gestern abend auf der Drozana-Station verhaftet, wo Sheing und ich eigentlich ein wenig feiern wollten – wo wir doch so wenig Zeit füreinander haben. Koenigstein ist ein Mensch aus dem Spiegeluniversum. Das ist auch der Grund warum wir ihn verhaftet haben. Er stammt aus dem Spiegeluniversum und hat in unserem Universum nichts zu suchen. Das Terranische Imperium aus dem Spiegeluniversum macht der Föderation schon seit längerem zum schaffen – besonders im cardassianischen Raum sind die Spiegeluniversum Leute sehr aktiv.

Dabei fing gestern eigentlich alles ganz ruhig und beschaulich an. Sheing und ich waren gemeinsam mit meinem Runabout nach Drozana gefolgen. Nachdem wir uns das richtige Partyoutfit angelegt hatten, haben wir runter gebeamt und die Bar unsicher gemacht. Sheing hat sofort Bekannte an der Bar getroffen. Lieutenant Commander Clayton Beddeos, auf dessen Bekanntschaft ich gerne verzichtet hätte wie sich später herausstellte, und ein Mr. Rain. Sheing scheinte die beiden bereits längere Zeit zu kennen und unterhielt sich angeregt mit ihnen. Commander Kholovok war auch in der Bar und warf mir einen Gruss zu, was ich zum Anlaß nahm ihm persönlich gegenüberzutreten und ihn zu begrüßen. Obwohl ich mehr als zehn Jahre mit Jelnora zusammen war, weiß ich nicht viel über klingonische Verhaltensweisen. Irgendwie sind wir nie dazu gekommen, dass Jelnora mir die näher erläutert. Auf jeden Fall wollte ich Commander Kholovok gegenüber nicht unhöflich sein. Es gibt in diesen Zeiten nicht viele Klingonen, die den Krieg für falsch halten. Ich denke, dass man es sich mit einem potentiellen Freund nicht verscherzen sollte, nur weil man ihn unbeabsichtigt ignoriert. Aus dem Grund bin ich zu Kholovok gegegangen und habe ihn begrüßt. Er hatte sich gerade mit einem anderen Klingonen unterhalten und da ich ihn nicht weiter stören wollte, habe ich ihn angeboten, dass er sich doch später am Abend zu uns gesellen könne.

Ich ging dann wieder zurück zu den anderen, die noch an der Bar standen und sich über Raumschiffe unterhielten. *augenrollen* Ich bin Captain eines Raumschiffes. Ich höre den ganzen Tag nichts anderes, als Raumschiff hier, Raumschiff da. Ich habe keine Lust in meiner Freizeit über Raumschiffe zu reden. Deswegen habe ich mich diskret aus dem Gespräch herausgehalten. Irgendwann saßen wir vier an einem Tisch und Sheing und die beiden Herren unterhielten sich mehr oder weniger wieder über Raumschiffe. Auf jeden Fall hat LtCmdr Beddoes sein Missfallen über Sheings und meine Kleidung zum Ausdruck gebracht. Seiner Ansicht nach müssen wir uns als Offiziere weniger aufreißend kleiden. Ich verstehe sein Problem nicht. Wir waren auf Drozana-Station – eine neutrale Station – keine Föderations-Einrichtung. Wir waren nicht im Dienst und trugen keine Uniform. Wo ist sein verdammtes Problem. Nur weil ich Captain der Sternenflotte bin, heißt das nicht, dass ich kein normales Leben mehr habe. Ich bin und bleib Orionerin. Und zumindest in meiner wenigen Freizeit will ich das auskosten. Ich bin 33 Jahre alt, sehe nach menschlichen Maßsteben aber wie anfang 20 aus. Ich genieße die Blicke der Männer und Frauen, die sie mir und Sheing zu werfen. Das war schon immer Teil meiner Welt. Ich habe nun mal mehr Bezug zu meiner eigenen Erotik, als zu irgendwelchen Heldengeschichten des Krieges. Ich will wie jedes andere fühlende Wesen auch die Anerkennung anderer. Als Orionerin bedeutet das nun mal, dass ich die Anerkennung für meinen Körper haben will. Ich bin stolz auf meinen orionischen Körper und zeige ihn gerne.

Aber LtCmdr Beddoes ging absolut zu weit. Er meinte, meine Crew müsse Respekt vor mir haben und mich nicht für eine orionische Amüsierdame halten. Als wenn das meine Crew tun würde. Im Dienst zollen sie mir den Respekt, dem sie jeden anderen Sternenflotten Captain auch zollen würden. Und außerhalb des Dienstes, schätze sie meine Offenheit. Ich habe mich nie von meinen Untergebenen distanziert, sondern mich in der gemeinsamen Freizeit so gegeben wie ich bin. Eine kleine witzige Orionerin, mit einer großen Protion Erotik *grinst*. Ich habe das Gefühl, dass – abgesehen von der Vulkaniern Commander Vorerer – meine Crew dies schätzt. Im Casino setzen sie sich gerne zu mir. Und wenn ich nitzt im Dienst bin, machen sie in meiner Anwesenheit die selben Witze, als wenn ich nicht da wäre. Ich war auch mal Lieutenant und kenne die Distanz zum Captain. Die wollte ich selbst nie meinen Leuten gegenüber haben. James Astor denkt vielleicht, dass ich mit der Hälfte meiner Besatzung geschlafen habe, aber dem ist nicht so. Die Crew der Nanjin ist wie eine zweite Familie für mich. Und ich bin die Mutter *lacht*. Im Dienst kann ich schon mal streng sein, aber außerhalb des Dienstes sind sie meine Freunde. Mir geben sie zumindest das Gefühl, dass sie mich respektieren – gerade weil ich so bin, wie ich bin. Aber das kann LtCmdr Beddoes in seiner beschränkten Welt wohl nicht verstehen.

Und die größte Dreistigkeit hat er sich erlaubt, als Commander Koholovk sich zu uns gesellt hatte und ich im sheing als meine Par’Mach’kai vorgestellt haben. Beddoes hat wohl verstanden, dass Sheing meine Geliebte ist und sie als Schlampe bezeichnet. Ich hab es erst nicht richtig mitbekommen, aber Koholovok mit seinen guten klingonischen Ohren hat mich aufgeklärt. Beddoes hat Sheing als Schlampe bezeichnet. Weil sie mit mir schläft. Aus welcher Zeit stammt dieser ignorante Mensch? Gleichgeschlechtliche Beziehungen waren selbst auf der Erde des 21sten Jahrhundert weit verbreitet und gesellschaftlich nicht geächtet. Und jetzt im 25ten Jahrhundert hat dieser kleine Wurm ein Problem damit. Er hätte mal mich als Schlampe bezeichnen sollen. Aber das hat er sich nicht getraut. Sheing ist kein Offizier der Sternenflotte, aber ich bin es. Hätte er mich als Schlampe bezeichnet, hätte ich ihn zussamen mit Tom Zachary Koenigstein bei der Sicherheit der Sternenflotte abgeliefert. Auch wenn wir beide nicht im Dienst waren – einen ranghöhren Offizier zu beleidigen ist dennoch strafbar. Und da hätte ich eine Ausnahme gemacht und mal den Captain raushängen lassen. Ich koche jetzt noch vor Wut auf Beddoes. Und der wird vermutlich noch auf das selbe Schiff wie Sheing versetzt. Die arme. Meine kleine Arme Sheing. Sie mit diesem Chauvinisten auf einem Schiff.

Kholovok meinte auch gleich, dass er ihm an meiner Stelle einen Dolch in den Körper gerammt hätte. Die Propheten mögen mir verzeihen – ich wünschte er hätte das für mich getan. Nichts andere hat dieser Ewiggestrige verdient. Auf der anderen Seite bin ich Ärztin und hätte ihn wieder zusammenflicken müssen. *seufz* Und genau das hätte ich getan. Durch den hypogratischen Eid bin ich verpflichtet auch meinen Feinden zu helfen. Während des Kriegs habe ich meinem CMO häufiger auf der Krankenstation bei der Behandlung von gefangenen Klingonen geholfen. Da kann ich wegen so einem Wurm wie Beddoes keine Ausnahme machen. Er steht ja zumindest in diesem Krieg auf der richtigen Seite. Aber anfreunden werde ich mich mit ihm nicht.

Zum Glück hat er sich mit seinem Freund nach einer Weile verabschiedet und uns drei an dem Tisch alleine zurück gelassen. Ich hätte es auch keine Minute länger mit ihm ausgehalten. Aber kurz bevor Beddoes ging, kreuzte da Tom Zachary Koenigstein an unserem Tisch auf. Ungefwöhnlich Personen trifft man auf Drozana häufig. Aber was ungewöhnlicheres als ihn habe ich noch nie getroffen. Der kommt an unseren Tisch und fragt, ob ein Sternenflotten Offizier anwesend wäre. Auf die Frage warum er das wissen wollte, fragte er, weil er wissen wollte, ob man mit einem klingonischen Shuttle in den Föderationsraum fliegen und am Erden-Raumdock andocken kann. *lacht* So etwas dummes habe ich noch nie erlebt. Kholovok – vom äußeren eindeutig ein Klingone, zwei leicht bekleidete Orionerin und dieser Beddoes an einem Tisch. Und der fragt, ob ein Sternenflotten Offizier anwesend ist. Okay, rein zufällig sind zwei von uns Sternenflotten Offiziere, aber die Wahrscheinlichkeit war doch sehr gering. Und dann fragt der noch nach, ob er mit einem als feindlich eingestuften Shuttle tief in das Föderationsgebiet fliegen könne.

Während Beddoes sich auf machte und sich verabschiedete, sein Freund war schon eine Weile vor ihm gegangen, flüsterte Sheing mir zu, dass ihr die Kleidung von Koenigstein bekannt vor kommen würde und fragte mich, ob ich mich an ihre seltsame Begegnung mit der Trill-Frau erinnern würde. Als würde ich etwas was Sheing mir berichtet vergessen können. Das war schon einige Wochen her. Damals waren Sheing und ich noch nicht zusammen, aber ich hatte bereits ein Auge auf sie geworfen. Ich hatte sie im Erden-Raumdock getroffen und sie ausgefragt, weil mir von Greg berichtet worden ist, dass sie ein paar Tage zuvor mit einer jungen Trill-Frau verschwunden ist. Das hatte mich natürlich neugierig gemacht. Ich hatte mich in sie verknallt und wollte nun wissen, ob Frauen überhaupt bei ihr eine Chance haben. Wie sich jedoch herausstellte, wollte die Trill nichts von ihr. Auf jeden fall nichts in sexueller Hinsicht. Von daher war es für mich zu dem Zeitpunkt nicht sehr hilfreich. Aber sheing berichtet mir, dass die Trill-Frau sie scannen und untersuchen wollte. Sheing hatte den Verdacht, dass sie aus dem Spiegeluniversum stammt und als Spionin Informationen sammelt.

Dieser Koenigstein erinnerte Sheing an diese Trill-Frau, weil er eine ähnliche Kleidung trug. Über das Spiegeluniversum bin ich informiert – und bin bereits mehrfach auf Schiffe des Spiegeluniversums im Kampf getroffen. Ein Agent des Spiegeluniversums, der in die Tiefen des Föderationsraums eindringen möchte, hatte die Aufmerksamkeit eines Sternenflotten Captains verdient. Kholovok kam schnell mit ihm ins Gespräch und auch er schien misstrauisch geworden zu sein. Er stelle Sheing und mich als seine orionischen Dienerinnen vor und versuchte mit Koenigstein einen über eine klingonische Tarnvorrichtung anzubieten, mit der dann sein Ziel erreichen könne. Der Verdacht, dass er aus dem Spiegeluniversum stammen könnte, reicht natürlich nicht aus um ihn verhaften zu können. Wir brauchten eine Bestätigung von ihm. Sheing kam auf die Idee zu seiner Unterhaltung zu tanzen und ich verstand sofort worauf sie hinaus wollte. Zwei Orionerinnen mit ihren Pheromonen können auf wundersame Weise jeden Verhöhrmeister ersetzen *grinst*

Sheing und ich haben unter vollem Körper- und Pheromoneinsatz Koenigstein in unseren Bann gezogen und ihn dazu gebracht und zu sagen, dass er aus dem Spiegeluniversum stammt. Es hat richtig Spaß gemacht. Ich habe schon lange nicht mehr meine Pheromone eingesetzt und ich habe es genoßen dies zu tun. Ich hatte den Eindruck, dass es auch Koenigstein viel Spaß gemacht hat *grinst* Kholovok hat sich sicher auch sehr amüsiert über das Schauspiel. Koenigstein war voll in unserem Bann und stand unter unserer Kontrolle. Als er uns gesagt hatte, dass er aus dem Spiegeluniversum stammt, hat er wenig später ganz schön dumm geguckt, als ich ihm mein Kommunikator an die Brust geheftet und ihn auf das Runabout beamen lassen.

Gut das Sheing und ich in unserer Freizeit so rumlaufen wie wir es tun und nicht wie es LtCmdr Beddoes es gerne hätte. Eben weil wir so rum laufen haben wir Koenigstein festnehmen können. Ich weiß nicht, was er im Erden-Raumdock will. Das interessiert mich eigentlich auch nicht. Es ist Aufgabe der Sternenflotten Sicherheit das herauszufinden. Für Sheing und mich war jedoch klar, dass ein Mensch aus dem Spiegeluniversum hier in unserem Universum nichts gutes vorhaben kann. Nun sitzt Koenigstein in einer Gefängniszelle auf Deep Space K7. Er war noch sehr lange von unseren Pheromonen benebelt. Als wir ihn bei Commander Icheb abgeliefert haben, hat er uns immer noch total verliebt angeschaut. *lacht*

Es war ein riesen Spaß. Sheing und mich hat es auch sehr stimuliert. Ich hoffe, dass das Cockpit des Runabouts gut isoliert ist und Koenigstein hinten in der Unterkunft nicht mitbekommen hat, was Sheing und ich während des Fluges vorne im Cockpit getrieben haben *grinst* Und selbst wenn, peinlich wäre es mir nicht. Sheing und ich mussten unsere angestaute Lust halt abbauen. Ist ja nicht so, dass wir sowas total anteilnahmslos machen. Natürlich regt sich auch bei uns was, wenn wir unsere Pheromone benutzen und versuchen jemanden zu verführen.

Abgesehen von der Begegnung mit LtCmdr Beddoes war es ein sehr aufregender Abend auf Drozana. Ich hoffe, dass Commander Koholovok so langsam auftaut und mir ein wenig Vertrauen schenkt. Das ist wichtig, damit ich erfahren kann, was James Vater Joe Astor im Schilde führt. Ich weiß nach wie vor nicht, ob von ihm eine Bedrohung ausgeht oder ob er der Sternenflotte freundlich gesinnt ist. Kholovok mag mir gegenüber sagen, dass er den Krieg mit der Föderation für falsch hält. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass er und seine Leute keine Gefahr für die Sicherheit der Föderation darstellt.

Sheing ist nun wieder an Bord ihres Schiffes und ich befinde mich an Bord der Nanjin zurück zum Arucanis Arm. Wir haben da noch ein paar Systeme zu erkunden, bevor wir weiter in den Hromi-Nebel aufbrechen.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88091.45

Asora Lightwave, James Astor und ich haben den halben Vormittag mit unserem Rückflug von Drozana-Staion zur Erde verbracht. Commander Vorerer kontaktierete und zwischenzeitlich, dass die Nanjin die Mission zur Erkundung von Delta Volanis erfolgreich abgeschlossen hat und mich auf dem Erden-Raumdock einsammeln würde.

Unser Runabout erreicht die Erde einige Stunden vor der Nanjin, so dass ich wieder mal der Lounge einen Besuch abgestatattet hatte. Dort traf ich zu meine Überrachung Sheing. Das war die beste Entschädigung für den langweiligen Rückflug mit James und Asora. James war nach den Ereignissen auf Drozana nicht sehr gesprächig. Ich weiß nicht, ob er einfach nur nachdenklich war wegen dem Treffen und seinem baldigen Kontakt zu seinem Vater, oder weil er mir gegenüber ein ungutes Gefühl hatte, wei, er seiner Meinung nach zu viel von mir verlangt hatte.

Auf ejden Fall war der Flug sehr langweilig. Wir hatten für meinen Geschmack auch viel zu viel an *grinst*. Dafür hatte Sheing aber recht wenig an, als ich sie in der Lounge getroffen hatte. Sie meine, dass sie kurz Pause hat. Also entweder arbeitet die in dem knappen Outfit, oder sie szieht sich für ihre kurzen Pausen extra um. Ist mir aber eigentlich auch egal. Sie sah einfach toll aus.

Leider ging ihre Pause nicht so lang wie es mir lieb gewesen ist. Ich hatte Sheing gerade davon überzeugt, dass wir ja noch eine schnelle Numme auf ihrem Schiff schieben köönnten, und ausgerechnet dann wurde Sie wieder zum Dienst gerufen. Aber wir haben uns dafür für die Nacht versprochen *grinst*

Aber bis dahin mussten erst noch viele Stunden vergehen. Und der Tag gestaltete sich doch ereignisreicher als es anfangs den Anschein hatte. Nachdem Sheing mich in der Lounge hat sitzen lassen und ich immer noch auf das Eintreffen der Nanjin gewartet habe, traf ich in der Lounge zufälligerweise auf Monte – Sheings Onkel und Adoptivvater.

Wir haben viel gescherzt und natürlich über mein Gesprächsthema nummer eins geredet. Sheing. Mit Monte kann ich so gut über Sheing reden.

Ich hab im gesagt, wie anders ich mich fühle, seit ich mit Sheing zusammen bin. Das sie mich verändert. Das meine Beziehung zu ihr nicht vergleichbar ist mit den Beziehungen, die ich vor ihr gehabt habe. Ich hab ihm erzählt, dass ich noch kein Sex mit einer anderen Person hatte, während ich mit Sheing zusammen bin. Und das ist für meine Verhältnisse nun mal alles andere als normal *lacht leicht*.

Ich bin selbst erstaunt, dass ich bereits so lange monogam bin. Wenn ich früher mit einem Mann oder einer Frau fest zusammen gekommen bin, dann war es für mich normal, dass ich trotzdem noch mit anderen schlafe. Meine vorherigen Beziehungen wussten dasauch. Sheing ist aber die erste, die es versteht und diese Problematik selbst teilt. Und doch bin ich das erste mal mit einer Person zusammen, die meine Bedürfnisse wirklich versteht, und dann sind diese Bedürfnisse weg.

Unsere Beziehung ist alles andere als normal. Wir beide sind Orionerinnen, die nicht im Syndikat aufgewachsen sind. Wir beide kennen unser Volk nicht wirklich. Wir beide wissen nicht wirklich, was an unserem Verhalten wirklich normal für unser Volk ist und was nicht. Eine Beziehung zwischen zwei Frauen ist in der heutigen Gesellschaft nichts ungewöhnliches mehr und wird weitgehends auch nicht abfällig behandelt. Biologisch betrachtet normal ist es dennoch nicht. Ich hab mir aber immer gesagt, dass es bei Orionerinnen vollkommen normal ist, dass sie an beiden Geschlechtern interessiert sind. Ich hab mir das gesagt, wissen tue ich das nicht.

Monte hat mir angeboten, dass ich Gaila und Talish – Sheings Mutter und ihre Großmutter – treffen könnten, um mit denen über das ganze zu reden. Ich möchte die beiden so schnell es geht treffen. Nicht nur, weil ich mehr über mich und mein Volk erfahren möchte, sondern weil Sie Sheings Familie sind.

Ich liebe Sheing. Und ich kann mir sogar vorstellen sie irgendwann zu heiraten. Ich war mir noch nie so sicher wie bei Ihr *lächelt*

Ich habe das sogar Monte erzhählt. Ich hoffe, dass er sein Versprechen es Sheing nicht zu sagen einhält. Ich habe Angst, dass Sheing zu voreilig eine solche Entscheidung trifft. Ich bin ihre erste feste Beziehung und ich möchte nicht, dass sie mich heiratet, nur weil sie denkt, dass ich das von ihr erwarte.

Die Beziehung zwischen Sheing und mir ist kompliziert und sehr schwer zu führen. Ich würde gerne mehr Zeit mit ihr verbringen. Die Sachen machen, die für jedes Pärchen normal sind. Gemeinsam abends ins Bett gehen, wilden hemmungslosen Sex haben *lacht*, nebeneinander einschlafen, morgens zusammen aufwachen frühstücken, shoppen gehen. Einfach ein ganz normales Pärchen sein. Aber wir sind beide in der Sternenflotte – an unterschiedlichen Orten stationiert. Wir können kein normales Pärchen sein. Die Sternenflotte nimmt auf uns keine Rücksicht. Das wäre anders, wenn wir verheiratet wären. Dann könnten wir uns zueinander versetzen lassen und eine einigermaßen normale Beziehung führen.

Tja *Seufz*

Wie es immer so ist, werden bei uns Sternenflotten Offizieren die schönsten Gespräch abrupt unterbrochen. So musste auch Monte mich verlassen, weil die Pflicht ihn gerufen hatte. Glücklicherweise war die Nanjin ebenfalls gerade eingtroffen, so dass ich auf mein Schiff und mich in die Arbeit stürzen konnte.

Während ich an Bord der Nanjin die Missionsberichte studierte, um zu prüfen, ob in meiner Abwesenheit alles in bester Ordnung verlief, kam Commander Vorerer in meinen Bereitschaftsraum. Sie teilte mir mit, dass Admiral Cole von der USS XXX drei Captains für ein Kriegsgericht sucht und wir in Reichweite wären.

Ich habe daraufhin Admiral Cole kontaktiert, dass ich zur Verfügung stehe und wurde auch prompt auf sein Schiff gebeamt.

Rearadmiral Niboa, eine Bajoranerin, wurde von Admiral Cole wegen fünffachen Mordes angeklagt. Mit mir urteilen sollten Captain Necromus von der USS Hephaistos und Captain Talloc von der USS Riegersburg. Erstaunlicherweise wurde mir der Vorsitz über die Verhandlung gegeben.

Im Nachhinein betrachtet fand ich das ziemlich merkwürdig. Nicht nur, dass sie mir den Vorsitz über die Verhandlung zugetragen haben, sondern dass ich üDberhaupt als Richterin fungieren sollte. Dies Widerspricht dem Misstrauen, dass mir die Sternenflotte an der Sternenflotten Academy entgegen gebracht habe, nur weil ich eine Orionerin bin, die nicht ihr ganzes Leben in der Föderation aufgewachsen ist.

Das Verfahren stellte sich as sehr kompliziert heraus. RAdm Niboa wurde von Adm Cole vorgeworfen, dass sie ein Erschiessungskommando für fünf Gefangene befohlen hat. Wie sich im Verlauf des Verfahrens heraus stellte, war mindestens einer der Gefangenen ein getarnter Undine.
RAdm Niboa argumentierte, dass sie keine andere Wahl gehabt hätte, da ihr Schiff stark beschädigt und ihre Crew erheblich dezimiert gewesen ist.

Ich denke, dass man als Kommandierende Offizierin immer eine andere Möglichkeit haben muss. Ich hatte nicht das Gefühl, dass RAdm Niboa ernstahft versucht hat andere Erwägungen in Betracht zu ziehen.

Ich persönlich konnte in dem Verfahren weder von der Schuld, noch von der Unschuld RAdms Niboa überzeugt werden und bin daher froh, dass wir als Richter entschieden haben das Verfahren an die Föderationsjustiz auf der Erde zu übergeben. Auch wenn sich RAdm Niboa sich diesem entzogen hat.

Als Ärztin und Captain der Sternenflotte bin ich aber davon überzeugt, dass RAdm Niboa nicht alles intelligente Leben mit dem selben Maßstab misst. Ich bin überzeugt, dass sie den Mitgliedern der Spezies 8472 nicht die selben Rechten zuspricht, wie sie für alle humanoiden Lebensformen gelten. Ich bin mir bewusst, dass wir mit den Undine faktisch im Krieg sind. Aber die Erschiessung von fünf Undine,obwohl es andere Möglichkeiten zur Lösung des Problems gegeben hätte, stellen in meinen Augen ein Kriegsverbrechen da. Auch Undine sind empfindsame und intelligente Lebewesen. Wir haben kein REcht sie wie Tiere abzuschlachten, nur weil sie der Feind sind.

Wir Richter waren davon überzeugt, dass RAdm grobe Pflichtverletzungen begannen hat und dem Gericht Details verschwiegen hat. Aus dem Grund haben wir sie Ihres Kommandos enthoben, das Offizierspatent entzogen und sie an den Gerichtshof der Föderation auf der Erde überstellen lassen.

Leider ist es nicht dazu gekommen, da sich RAdm Niboa mittels eines Notfallstransport auf ihr Schiff beamen konnte. Admiral Cole hatte leider auf seinem Schiff nicht die nötigen Sicherungsmaßnahmen getroffen, um dies zu verhindern. RAdm Niboa und ihr Schiff, die USS Baracuda gelten nun als abtrünnig.

In meiner Funktion als Vorsitzende des Kriegsgericht habe ich die Sternenflotte über die Situation informiert – insbesondere darüber, dass Admiral Cole auf seinem Schiff nicht die notwendigen Maßnahmen getroffen hat, um eine solche Flucht zu verhindern.


Logbuch-Eintrag Ende