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Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88171.77

Die Nanjin befindet sich nach wie vor im Orbit von Bajor. Da ich mich noch nicht entschieden habe, ob ich den Posten unter meiner Mutter annehme werden, hat die Besatzung erstmal Landurlaub erhalten. Währenddessen habe ich die Unterlagen für die geplante Einrichtung auf Derna studiert. Das was meine Mutter mit ihrem Stab ausgearbeitet hat klingt sehr vielversprechend. Ich denke, dass es erfolgreich funktionieren wird. Die Befreiung aus dem Borg-Kollektiv, welche von der Sternenflotten Medizin offiziell als Reindividualisierung bezeichnet wird ist in meinen Augen ein sehr wichtiges Projekt.

Wir vergessen viel zu schnell, dass viele der Borg-Drohnen einst als unsere Kameraden an unserer Seite gekämpft haben. Nur weil sie den Kampf für sich verloren haben, dürfen wir sie nicht aufgeben und schon gar nicht als verloren ansehen. Wir haben eine moralische Verpflichtung ihnen gegenüber. Wenn ich nur daran denke, dass ich assimiliert werden könnte – ich würde es wollen, wieder befreit zu werden.

Das ganze Unterfangen birgt eine Menge Risiken und Gefahren. Aber ich konnte mich davon überzeugen, dass die Planungen diese auf ein Minimum reduzieren. Wir Sternenflotten Offiziere müssen uns davon abwenden die Borg-Drohnen zu dämonisieren. Sie waren auch mal so wie wir fühlende, denkendende Individuen. Ich finde es abscheulich, wie schnell die öffentliche Meinung vieler Sternenflotten Offiziere aus einem Kameraden ein teuflichsches Wesen macht. Ich finde es schockierend und ich schäme mich für jene Sternenflotten Offiziere, die nur das pure Böse in den Borg-Drohnen sehen und ihnen keine Chance auf die Reindividualisierung geben.

Ich hatte diesbezüglich einige ausgiebige Gespräche, als ich gestern abend in Quarks Bar auf Deep Space Nine war. Gerade die menschlichen Offiziere zeigen gegenüber Borg am wenigsten Menschlichkeit. Lediglich der Vulkanier Sutak und die Romulanerin Selva stimmten mir teilweise zu. Aber ich bin froh, dass die Führung der Sternenflotten Medizin die Notwendigkeit dieser Einrichtung erkannt hat und das diese sich in der Gründung befindet.

Ich bin gewillt den Posten anzunehmen, da ich die Aufgabe für sehr wichtig halte. Allerdings habe ich Mutter noch nicht zugesagt. Ich habe Sheing bisher leider nicht erreichen können *seufz*. Ich bin mit ihr verlobt und die Aufgabe ist alles andere als Ungefährlich. Ich will wissen wie sie dazu stehen würde, wenn ich diesen Posten annehmen würde. Ich werde ihr dafür auf jeden Fall ein Veto-Recht gewähren. Wenn Sheing nicht damit einverstanden ist, werde ich den Posten ablehnen.

Eigentlich bin ich gestern nach Deep Space Nine geflogen, um mich ein wenig zu entspannen und von der Arbeit abzuschalten. Das ich den halben Abend über Borg diskutieren und die Pläne meiner Mutter verteidigen musste, war eigentlich nicht beabsichtigt. Aber zum Glück gab es auch andere Themen.

Asora Lightwave war nach langer Zeit mal wieder auf Deep Space Nine. Und er konnte mir berichten, dass er James retten konnte. Ich weiß zwar nicht genau wie es dazu kam, aber James ist in Sicherheit auf der Erde. Das freut mich sehr. Ich bin sehr erleichtert. Was mich jedoch wundert ist, dass Joe Astor in Gewahrsam der Sternenflotte ist. Am Mittwoch soll deswegen eine Anhörung stattfinden. Captain Troaxa wollte mich zunächst als Mitglied des Tribunals gewinnen, was ich jedoch abgelehnt habe. Ich fühle mich nicht im Stande über Joe Astor zu urteilen. Ich fühle mich befangen, weil James mich in die ganze Sache hineingezogen hat. Ich könnte nicht neutral urteilen, weil ich mehr weiß als die anderen Richter.

Captain Troxa hat mich jedoch später als Zeugin vorgeladen. Wie mir scheint, ist er von Admiral Thax über meine Auseinandersetzung mit Kholovok auf Drozana-Station informiert worden. Nun ich weiß nicht was auf mich zukommen wird, aber ich habe Captain Troxa vorsorglich schon mal darauf hingewiesen, dass meine ärztliche Schweigepflicht dem Verhör im Wege stehen könnte. Ich weiß nicht was in der Anhörung zur Sprache kommen wird, aber ich werde auf keinen Fall mein Versprechen brechen, dass ich James gegeben habe. Leider konnte mir Asora nicht genau erklären, wie es dazu kam, dass Joe Astor nun in Gewahrsam der Sternenflotte ist. Er wollte darüber nicht in der Bar reden und ist leider frühzeitig gegangen.

Ich habe das Gefühl, dass Asora mir bewußt aus dem Weg gegangen ist und die Gelegenheit klamm heimlich zu verschwinden genutzt hat, als Admiral Thax mich in ein Gespräch verwickelt hat. Admiral Thax – seit meiner Auseinandersetzung auf Drozana-Station scheint mich der Toaster auf dem Kicker zu haben. Diese Frau … Nein dieses Ding geht mir gehörig auf die Nerven.

Irgendwo hat der Toaster von dem Postenangebot meiner Mutter gehört. Das scheint ihr Interesse geweckt zu haben. Zunächst hatte der Admiral Interesse an Joe Astor gezeigt, wollte unbedingt, dass Ihr einen Kontakt mit ihm herstelle. Auf jeden Fall scheinen ihre Ohren defekt zu sein, da sie einfach nicht hören wollte, dass ich dazu nicht die Möglichkeit habe, da sich Joe Astor im Gewahrsam der Sternenflotten Sicherheit befindet. Die Frau ist schon komisch. Sie ist Rearadmiral und hat sicher bessere Möglichkeiten als ich, die nur Captain ist und in Kürze direkt der Sternenflotten Medizin untersteht.

Die Frau ist der echte Knaller. Sie scheint meine Einwände als persönliche Ablehnung ihrer Person zu empfinden. Nun, wenn Joe Astor im Gewahrsam der Sternenflotten Sicherheit ist, habe ich nun mal keine Möglichkeit ihn zu kontaktieren. Und selbst wenn er noch auf freien Fuss wäre, hätte ich seit der Geschichte auf Drozana sowieso keinen Chance mit ihm in Verbindung zu treten.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich den Admiral nicht ausstehen kann *lacht*. Die tickt doch nicht mehr richtig. redet abfällig über mich, obwohl sie mich gar nicht kennt, sondern nur weil ich Orionerin bin. Sie sieht in mir eine Gefahr für die Föderation und bezweifelet meine Qualifikationen öffentlich. Das laße ich mir nicht bieten. *grinst* Habe ich ja auch nicht. Admiral Thax hat mir gestern offen unterbreitet, dass meine Beschwerde bei Admiral Quinn angekommen ist und diese wohl scheinbar gefruchtet hat. Ich weiß zwar nicht was das genau bedeuten soll, aber wenn ich diesem Toaster irgendwelche Steine in den Weg gelegt habe, dann erfüllt mich das mit Freude.

Und dann fragte sie mich noch, ob ich Expertin für De-Assimilation wäre. Keine Ahnung woher sie ihre Informationen hat, aber ihre Quellen scheinen nicht die besten zu sein. Wenn Sie meine Akte kennen würde, wüßte sie, dass ich lediglich einmal bei einer Reindividualisierung assistiert habe. Die Expertin für sowas ist meine Mutter – nicht ich. Ich habe ihr versucht das klar zu machen, dass ich mich nicht als Expterin bezeichnen würde. Aber auch das scheint sie nicht zu interessieren. Sie hat mir angeboten mir bei der Erforschung der Borg zu helfen. Sie spielte dabei auf den Posten bei der Einrichtung meiner Mutter an. Ich habe ihr mitgeteilt, dass sie sich an die Leiterin der Einrichtung, also meine Mutter, wenden soll, da diese sich um den forschenden Part kümmert. Ich werde lediglich Borg-Drohnen einsammeln. Aber das interessiert den Admiral nicht. Ihr Angebot auf Unterstützung gilt nur für mich. Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich meinen, dass der Admiral in mich verknallt ist, so hartnäckig wie die ist. Das ist aber nicht möglich, da der Toaster das gefühlsloseste Wesen ist, welches ich je getroffen habe. Im Gegensatz zu ihr ist jeder Vulkanier ein reinstes Emotionsfeuerwerk.

Bei der Reindividualisierung von Borg-Drohnen wird der Admiral keine Hilfe sein. Bei ihrer Befreiung ist grundlegend irgendwas schief gegangen. Mutter sollte sie als Patientin aufnehmen und nicht als Beraterin. Der Admiral benötigt ein ganzen Counselor-Stab um wieder zu einem Menschen zu werden.

Alles was ich dem Admiral mitteile scheint irgendwo zwischen ihrem Gehöreingang un den Chips die ihr denken steuern verloren zu gehen. Denn natürlich hat sie mir heute ein Memo geschickt, in dem sie nochmal auf ihr Angebot eingeht. Ich habe Commander Vorerer den Universaltranslator in meinem Kommunikator überprüfen lassen, dieser funktioniert einwandfrei. Also daran, dass der Admiral meine Sprache nicht versteht kann es nicht liegen. Also muss irgendwo die Information in ihrem Kopf falsch verarbeitet werden.

Ich werde gleich ihr Memo beantworten und sie erneut an meine Mutter verweisen. Außerdem werde ich erneut eine Beschwerde an Admiral Quinn senden, da Admiral Thax in ihrem Memo ernet auf meine “minderwertige” Abstammung bezug genommen hat. Ich lasse mir das von der nicht bieten.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88152.57

Sheing und ich haben gestern einen angenehmen Abend in Quarks Bar auf Deep Space Nine verbracht. Erstaunlicherweise war das Quarks im Gegensatz zu den letzten Wochen recht gut gefüllt.

Bevor wir beide jedoch nach Deep Space Nine gebeamt sind, habe ich ihr noch einen Verlobungsring auf den Finger gesteckt. Weil sie mir bereits am Donnerstag einen geschenkt hat, musste ich gleichziehen. Nicht weil ich ihr in nichts nachstehen möchte, sondern weil ich das Gefühl habe, dass ihr das viel bedeutet, weil sie auf der Erde aufgewachsen ist. Ich habe mir bei der Auswahl des Ringes einige Zeit gelassen. Ich habe mich für einen Silberring mit einem grünen rigelianischen Kristall entschieden. Um dem Ring eine persönliche Note zu geben, habe ich im inneren des Kristalls eine Probe meines Blutes konserviert.
Sheing weiß nicht, was sich im Inneren befindet. Aber sie wird das sicher irgendwann herausfinden. Auf jeden Fall hat sie sich sehr über den Ring gefreut. Und ich hab mich gefreut, dass sie sich gefreut hat. *grinst*

Ich habe die Bekanntschaft einiger interessanter Personen gemacht. Sheing und ich waren jedoch an diesem Abend nicht die einzigen Orioner in der Bar. Ziemlich fürh gesellte sich Lieutenant Doyle zu uns, ein gut aussehender junger Mann, dessen Vater ein Cardassianer und seine Mutter einer Orionerin war. Doyle ist wie ich auf Bajor aufgewachsen. Mich wundert, dass wir uns nie getroffen haben. Als Halb-Cardassianer erging es Doyle jedoch im Gegensatz zu mir nicht gut auf Bajor. Er ist in einem Waisenhaus aufgewachsen und wurde wohl nicht sehr nett behandelt. Ich muss bei meinem nächsten Gespräch mit meinen Eltern Vater mal fragen, ob er ihn vielleicht kennt. Vater hat recht häufig die Waisenhäuser, in denen Halb-Cardassianer aufgezogen werden besucht. Vielleicht kennen sich die beide ja. Würde mich freuen.

*grinst* Und da drei Orioner nicht schon genug wären, verirrte sich noch eine vierte Orionerin in die Bar. Ihr Name ist Aruna Dee und sie scheint mir eine Sternenflottenoffizierin zu sein. An ihrer Uniform konnte ich jedoch keine Rangabzeichen erkennen. Aufgrund der lockeren Atmosphäre des Quarks habe ich auch nicht danach gefragt. Sheing wird da sicher mehr wissen. Sheing scheint Dee schon länger zu kennen und hat sie mir als alte Freundin vorgestellt. Wobei Dee schon recht komisch geguckt hat, als Sheing mich ihr als ihre Verlobte vorgestellt hat. Wäre Dee keine Orionerin würde mich das nicht weiter stören, aber weil Dee eine Orionerin ist, wunder mich dies. Sheings Großmutter Gaila meinte, dass Sheings und meine Beziehung für Orionerinnen normal wäre, aber warum wundert Dee sich dann über unsere Verlobung?

Vielleicht bilde ich mich ja nur etwas ein. Oder vielleicht ist Dee selbst auch nicht im Syndikat aufgewachsen und hat sich den menschlichen Maßstäben zu sehr angepaßt. Das könnte erklären warum sie so komisch geguckt hat.

Zu meiner Überraschung kam auch Schandria gestern ins Quarks. Ich habe die Gunst der Stunde gleich genutzt sie mit Sheing bekannt zu machen und habe Sheing gegenüber nochmla betont, dass sie Ria gerne ausleihen kann *lächelt*

Es war wirklich ein schöner abend mit netten Gesprächen. Doch leider zu früh zu Ende. Sheing wollte gestern nicht so lange bleiben, da heute ihr Dienst auf der Lady McBeth beginnt. Dafür wollte sie verständlicherweise ausgeschlafen sein. Und ich habe ihr in den letzten Tagen nicht viel Zeit zum schlafen gelassen. Da Sheing früh auf die Nanjin gebeamt ist, bin ich ihr schnell gefolgt. Ich wollte nicht, dass sie alleine ins Bett gehen muss. Und ich wollte die restliche Zeit mit ihr genießen.

Ich lag heute nacht fast die ganze Zeit wach im Bett, mit Sheing in meinen Armen. Wenn es einem gut geht, vergeht die Zeit immer so schnell. Und die letzten drei Tage sind verdammt schnell vorbei gewesen. Es war wunderbar mal so viel Zeit mit sheing verbringen zu können. Doch heute hat das leider ein Ende. Nach dem Frühstück setzt Sheing schon zur Lady McBeth rüber und tritt dort ihren Dienst als Exobiologin und Beraterin für Diplomatie an. Ich bin traurig, dass sie wieder geht, aber freue mich auch sehr für ihre Chance.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88133.14

Da die Nanjin Hilfsgüter von Deep Space Nine für eine Welt im Hromi Cluster aufnehmen musste, konnte ich gestern abend ein paar Stunden in Quarks Bar verbringen.

Man kann der Bar ansehen, wie schlecht der Kampf gegen die Borg im Gamma Orionis Sektorblock verläuft. Immer mehr Sternenflottenschiffe werden dorthin verlegt und immer weniger Schiffe laufen daher Deep Space Nine an. Erst vor kurzem habe ich erfahren, dass James Astor auf ein Raumschiff versetzt worden ist, dass im Gamma Orionis Sektorblock gegen die Borg kämpft. Meine Gedanken und Wünsche sind bei meinem Freund. Ich hoffe sehr, dass er wohlbehalten zurück kommt.

Das Quarks ist auf jeden Fall nicht wieder zu erkennen gewesen. So leer habe ich die Bar noch nie erlebt. Als ich dort eintraf war Greg der einzige Gast.

Ich habe mich natürlich zu Greg gesellt und mich mit ihm unterhalten. Irgendwann kamen wir auch auf meine Beziehung zu Sheing zu sprechen. Da Sheing beim letzten mal den Verdacht geäußert hatte, dass Greg auf eine von uns beiden stehen würde, habe ich ihn auch direkt darauf angesprochen. Wie sich herausstellte, scheint Greg tatsächlich etwas für Sheing zu empfinden. Aber er will sich nicht an sie ranmachen, da ich mit ihr zusammen bin. Meine Erklärungen und Versuche ihm vom Gegenteil zu überzeugen sind wohl leider gescheitert. Ich werde beizeiten Sheing davon berichten. Ich bin mir nicht sicher, ob sie an ihm interessiert ist. Wenn sie es ist, muss sie sich wohl an ihn heran machen.

Greg hat die altertümliche Einstellung, welche viele Menschen haben. Monogamie. Die Föderation hat Monogamie festgeschrieben, aber Sheing und ich sind Orionerinnen. Für uns ist Monogamie keine akzeptable Lebensweise. Daran muss sich jeder gewöhnen, der eine Beziehung mit uns will. Und auch Greg muss das. Nur weil Sheing mich liebt und mit mir zusammen ist, heißt das nicht, dass sie nicht auch Greg lieben kann. Halt auf eine ganz andere Weise. Aber ich will mich da auch nicht weiter einmischen. Außer Sheing will es unbedingt *lächelt*

Als es ein wenig später wurde, gesellten sich auch noch einige andere Sternenflotten Offiziere hinzu. Unter anderem dieser Telepath Cilonsar, der kein Betazoid ist und sich natürlich wieder über mich beschwert hat. Insebsondere meine unzivilisierte Kleidung, die ich sonst trage. Naja, ich hab es aufgegeben mich über ihn aufzuregen.

Kadettin von Zweifels, welche bei meinem letzten Besuch auf Deep Space Nine leicht verwirrt wirkte, war auch wieder da und wir konnten uns mit ihr ganz nett unterhalten. Auch wenn sie geistig leich abwesend war, da sie erheblich an Schlafmangel litt, aufgrund ihrer aktuellen Ausbildungseinheit. Es war ein nettes Gespräch und ich konnte wieder in Erinnerungen an meine Zeit an der Sternenflotten Akademie schwelgen. Es war schön.

Die Kadettin macht mir aber ein paar Sorgen. Ich finde, sie übertreibt ihre Anstrengungen ein wenig. Ich habe den Eindruck, dass Entspannung und Freizeit nicht wirklich auf ihrem Wochenplan platz haben. Sie scheint nicht mal Zeit für Männer zu haben. Wobei sie bei dem Thema auf mich auch einen eher schüchternen Eindruck gemacht hat. Ich habe natürlich angeboten, ihr dabei unter die Arme zu greifen und ein paar Tipps zu geben *grinst*. Wobei ich auch zugeben muss, dass sie genau in mein Beuteschema auf der Akademie gepaßt hätte *grinst*

Alles in allem war es ein sehr unterhaltsamer Abend. Natürlich schade, dass Sheing nicht zufällig auch da gewesen ist. Aber vielleicht auch ganz gut so, da der Aufenthalt der Nanjin an DS9 nur auf einige Stunden begrenzt war und wir bereits gestern abend wieder aufgebrochen sind, um die Hilfsgüter in den Hromi-Cluster zu schaffen.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88113.20

Ich befinde mich in einem Runabout auf dem Weg nach Vulkan. Gaila hat mir eine Kur verschrieben, damit ich an einem ruhigen Ort wie Vulkan Sheing treffen und Ihr die Neuigkeiten berichten kann.

Alles fing gestern damit an, dass ich auf dem Weg nach Deep Space Nine eine Nachricht von Sheing erhalten habe. Sie richtete mir aus, dass sie es leider nicht nach DS9 schaffen würde. Stattdessen würde ich jedoch ihre Großmutter Gaila dort treffen können. Ich muss zugeben, ich war zunächst sehr enttäuscht, habe ich mich doch auf ein Wiedersehen mit Sheing gefreut. Doch dann wich meine Enttäuschung der Freude darauf, Gaila zu treffen.

Irgendwie habe ich mir unter einer Großmutter was anderes vorgestellt. Gaila sieht richtig gut aus. Sie sieht gar nicht aus wie eine Großmutter. Ich weiß nicht wie alt sie ist. Aber nach irdischen Maßstäben würde ich sagen, dass sie maximal fünfzehn Jahre älter als ich aus sieht. Das muss daran liegen, dass sie eine Orionerin ist. Ich sehe ja auch nicht wie 33 aus.

Wir hatten ein sehr interessantes und für mich aufklärendes Gespräch. Ich habe ihr davon berichtet, dass ich mich unsicher fühle, was mein orionisches Wesen angeht.

Gaila hat mir erklärt, dass wir Orionerinnen sexuell sehr aktiv sind und dass es für uns Orionerinnen normal ist, dass wir trotz unser Partnerschaft mit anderen Personen schlafen. Auf unsere Gefühle gegenüber unserem Partner hätte das keinen Einfluss. Ich fühle mich von einer Last befreit. Ich habe stests angenommen, dass es für uns Orionerinnen normal ist, dass wir diesen ständigen Drang versprüren. Aber mir fehlte die Bestätigung durch eine Orionerin, die im Syndikat gelebt hat. Ich hatte immer Angst, dass ich nicht normal wäre.

Was Sheing angeht, so vermutet Gaila, dass es an ihrer menschlichen Seite liegt, dass sie diesen Drang so lange widerstehen konnte und ich die erste war, mit der Sheing geschlafen hat. Für mich als Ärztin klingt das plausibel. Es ist oft nicht vorhersehbar wie sich Eigenshaften bei der Mischung von Völkern vererben und auswirken. Sheing ist zur Hälfte menschlich – ich bin eine reinrassige Orionerin. Gaila vermutet jedoch, dass Sheing nun auch aktiver wird.

Gaila war auch sehr an meiner Vergangenheit interessiert. Sie hatte mich förmlich mit Fragen nach meiner Familie durchlöchert. Ob sie da schon ihre Vermutungen hatte?

Ich kann mich nicht mehr sehr gut an meine Zeit im Orion Syndikat erinnern. Mutter meint, dass würde daran liegen, dass ich durch meine Zeit bei dem Cardassianer traumatisiert wäre und zum Schutz meine Erinnerungen aus dieser Zeit und davor verdrängt habe. Wirklich klare Erinnerungen habe ich tatsächlich nur aus der Zeit danach, wo ich auf Bajor aufgewachsen bin. Es gibt heute viele Möglichkeiten, um so eine Erinnerungs-Blockade aufzuheben. Es gibt diverse medizinische Behandlungsmöglichkeiten – und ich könnte mir Hilfe von einem Betazoiden holen. Doch ich habe mich dazu entschieden, diese Blockade aufrecht zu erhalten. Ich denke es wird einen guten Grund haben, dass ich mich nicht erinnern kann.

Alles was ich weiß stammt auf den Aufzeichnungen meiner Mutter aus jener Zeit. Außer den medizinischen Berichten gibt es noch eine Kopie des Vertrags zwischen meiner leiblichen Mutter und dem Cardassianer. Dem Vertrag, mit dem meine Mutter mich an ihn verkauft hat. Aus diesem Vertrag kenne ich Ihren Namen: Navaar. Mehr weiß ich nicht. Ich träume zwar ab und zu von ihr – kann sie aber nicht klar erkennen.

Als ich Gaila von dem Namen meiner Mutter erzählte, stockte ihr Atem. Sie holte einen kleinen Holoemitter und zeigt mir das Hologram einer rothaarigen Orionerin und fragte mich, ob ich sie kennen würde. Als ich mich auf das Hologram konzentrierte setzen schreckliche Kopfschmerzen ein, ich sah unbeschreiblich viele verschiedene Bilder vor meinem inneren Auge. Teile meiner Erinnerungen, die ich verdrängt hatte, kamen zum Vorschein – und ich erkannte die Frau. Das Hologram zeigte meine Mutter.

Ich war so sehr mit meinen Kopfschmerzen und meinen Gedanken beschäftigt, dass ich nicht beobachten konnte, wie Gaila reagiert hat. Sie sagte mir, dass die Frau ihre jüngere Schwester sei. Navaar – meine Mutter – ist Gailas Schwester. Gaila ist meine Tante – und Sheing ist meine Nichte. Das war für mich ein Schock. Ich hatte Angst, dass ich Sheing verlieren würde. Ich bin Ihre Tante – zwar nur zweiten Grades, aber wir sind verwandt.

Gaila sieht kein Problem darin, dass Sheing und ich verwandt sind – unter Orionern wäre das normal. Sie hatte selbst eine Liebesbeziehung zu ihrer Schwester – meiner Mutter. Ich habe mich vorhin im Schiffscomputer informiert. Die Verwandtschaft zwischen Sheing und mir ist so gering, dass es keine rechtlichen Probleme geben würde. Ich liebe Sheing und will sie nicht aufgeben. Ich hoffe sehr, dass sie es genauso sieht.

Ich wollte mir sofort frei nehmen und Sheing hinterher fliegen. Das ist eine Neuigkeit, die sie unbedingt sofort erfahren muss. Das ist so wichtig, dass ich es nicht bis zu unserem nächsten Treffen warten lassen kann. Das ist aber etwas, was ich ihr perönslich mitteilen muss und nicht über eine Kom-Verbindung.

Ich weiß nicht wie Sheing darauf reagieren wird. Sheing ist unter Menschen aufgewachsen und hat menschliche Vorstellungen verinnerlicht. Aber ich hoffe, dass es ihr egal ist, dass wir zusammen bleiben und auch heiraten werden. Ich liebe sie und vertraue darauf, dass sie mich auch liebt. Deswegen werde ich es auch nicht verheimlichen.

Gaila hat mich krank geschrieben und zur Kur nach Vulkan geschickt. Sie meinte, es gebe keinen besseren Ort, um in entspannter Athmosphäre darüber zu reden. Sie hat versprochen ihre Beziehungen zu nutzen, damit Sheing auch schnell auf Vulkan eintrifft.

In wenigen Stunden erreiche ich Vulkan. Ich weiß nicht wann Sheing eintreffen wird. Ich hoffe bald. Ich vermisse sie sehr. Und es drängt mich, ihr diese Neuigkeiten zu überbringen.

Eigentlich wollte ich nach meinen Aufenthalt auf Deep Space Nine einen Abstecher nach Bajor machen und meine Eltern besuchen. Aber das mit Sheing geht jetzt vor. Ich habe Mutter angerufen und ihr das ganze erklärt. Sie ist so ein lieber Mensch. Sie hat sich aufrichtig für mich gefreut, dass ich Gaila kennen gelernt habe. Mutter ist fest davon überzeugt, dass Sheing bei mir bleiben wird. Eigentlich fühle ich, dass Sheing sich nicht von unserer Beziehung abwenden wird, aber dennoch habe ich Angst, dass es so sein könnte.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88091.45

Der gestrige Tag war weniger spektakulär, als vorgestern. Dafür hatte er aber einen wunderschönen Ausklang gefunden *lächelt* Sheing.

Admiral Quinn hat der USS Nanjin euafgetragen ein Frachtschiff von der Erde nach Deep Space Nine zu eskortieren. Das ist zwar nicht gerade eine wissneschaftliche Aufgabe, aber eine nette Abwechslung – auch wenn es recht ungewöhnlich ist tief im Föderationsraum ein Frachtschiff eskortieren zu lassen. Diese neue Order verzögerte natürlich unsere Abreise zum Acuranis Arm, den wir erforschen sollen. Aber da die Beladung des Frachtsschiffs im Zeitplan zurück lag und meine Crew und ich deswegen etwas mehr Freizeit hatten, möchte ich mich gar nicht erst beschweren. Jede freie Minute nehme ich in diesen Zeiten des Krieges als Geschenk der Propheten entgegen.

Nur Schade, dass Sheing auf eine diplomatische Mission an die klingonische Grenze aufgebrochen war. Deswegen musste ich meine Zeit alleine auf dem Erden Raumdock verbringen. Abgesehen von der Lounge gibt es dort nicht viele interessante Einrichtungen für die Freizeitgestaltung. Ich finde dem Erden Raumdock fehlt so ein Promenadendeck wie Deep Space Nine, über das man äh Frau stundenlang schlendern kann, sich die Austellware der Händler anschauen und das ein oder andere neue Stück Wäsche erwerben kann.

Während ich so durch das Raumdock schlenderte und mich langweilte traf ich zufällig auf eine interessante Persönlichkeit. Eine Menschen Frau – also ich glaube Sie ist Mensch. Ich hab Sie nicht gefragt, abe sie sah wie ein Mensch aus. Ihr Name ist Camila und sie ist Zivilistin, welche mit ihrem kleinen Schiff den einen oder anderen Auftrag für die Sternenflotte erledigt. Sie war wohl das erste mal – oder zumindest noch nicht sehr häufig – auf dem Erdenraumdock. Sie wirkte recht verloren, als ob sie etwas suchen würde. Da ich sowieso nichts besseres zu tun hatte, bot ich Ihr meine Hilfe an und führte sie ein wenig herum.

Mir scheint es, als würde Camila die Gefahr lieben und suchen. Sie erzählte mir, wie sie unbedingt die Borg erforschen möchte und möglichst zügig nach Gamma Orionis aufbrechen möchte, um dies tun zu können. Das hat mich schon verwundert. Es gibt nicht viele Personen, die ein rein wissenschaftliches Interesse in den Borg sehen und diese erforschen möchten. Die meisten meiner Kollegen möchten den Borg am liebsten aus dem Weg gehen. Obwohl sich die Sternenflotte breits ein halbes Jahrhundert mit den Borg rumschlägt, versetzen sie heute noch reihenweise Kadetten und junge Offiziere in Schauder. Und selbst mir ist jedes mal mulmig im Magen, wenn ich es mit ihnen zu tun bekommen. Freiwillig auf die Suche nach ihnen zu gehen, um sie zu erforschen und dabei zu risikieren durch einen dummen Fehler assimiliert zu werden? *lacht* Also darauf kann ich verzichten. Camila hingegen scheint das zu reizen. Sie möchte unbedingt die Technologie der Borg erforschen, um bessere Waffen gegen sie zu entwickeln. Na das sind mir die liebsten. Einen auf Wissenschaftler machen und dann nur an die Entwicklung von Waffen zu denken.

Ich mag die Borg nicht. Aber jede Borg-Drohne hatte mal eine Persönlichkeit – hat ihren Ursprung in einem Menschen, Orioner, Klingonen oder über 9.000 anderer Spezies. Als Ärztin wäre es mir am liebsten, wenn wir eine Möglichkeit hätten effektiv die Borg-Drohnen vom Kollektiv zu befreien und in ihre ursprünglichen Gesellschaften zu reintegrieren. Eine Strahlenwaffe, die wir auf einen Kubus richten und die dann dauerhaft die Drohnen befreit, das wäre eine tolle Waffe. Ob es jemals dazu kommt? Ich bezweifel es stark. Auch wenn sich die Sternenflotte die Erforschung auf die Fahnen schreibt, so ist die Sternflotte eine militärische Einrichtung, deren oberste Aufgabe der Schutz der Existenz der Föderation und deren Mitglieder ist. Im Fall der Borg beschränkt sich die Erforschung darauf eine Assimilierung effektiv abzuwenden.

Wie sich herausstellte war Admiral Quinn höchstpersönlich für die Verzögerung bei der Beladung des Frachtschiffes verantwortlich, da er als viel beschäftigter Bürokrat unbedingt selbst die Verladung überwachen wollte und sich dies nur sehr schwer mit seinem engen Zeitplan vereinbaren lies. *nimmt einen Schluck ihres Morgen-Raktajino* Bin ich froh, dass ich nur Captain bin. So ein Bürojob wäre gar nichts für mich. Als Captain eines Wissenschaftsschiff habe ich wenigstens ab und an noch mal die Möglichkeit das zu tun, wofür die Sternenflotte gegründet wurde. Dorthin zu gehen, wo noch nie zu vor ein “Mensch” gewesen ist. Okay der Arcuanis Arm ist nicht unbedingt das, was man als vollkommen unbekannte Region bezeichnen kann. Abey hey, ich will mich nicht beschweren. Das ist tausend mal besser als sivh im Gamma Orionis Sektor mit den Borg beschäftigen zu müssen.

Der Flug nach Deep Space Nine verlief wie zu Erwarten war ohne Zwischenfälle. Commander Vorerer hat die meiste Zeit über die Wache auf der Brücke übernommen, während ich Soime auf der Krankenstation zur Hand gegangen bin. Naja zur Hand gegangen ist vielleicht der falsche Ausdruck. Da nicht viel los war habe ich streng genommen ihren Job gemacht und mich um die kleinen Wehwehchen der Crewmitglieder gekümmert. Als kommandierende Offizierin bleibt mir viel zu wenig Zeit, um auch mal Ärztin zu sein. Ich habe es genossen. Wobei ich den Patienten durchaus angesehen habe, dass sie sich unbehaglich gefühlt haben von ihrem Captain behandelt zu werden *lächelt*

Als wir Deep Space Nine erreicht haben und die Crew des Frachtschiffes mit der Entladung beschäftigt war, habe ich das Quark’s aufgesucht. Allerdings habe ich das Quarks noch nie so leer erlebt. Ich fühlte mich ziemlich alleine in dieser Bar. Doch nach einiger Zeit trudelte zu meiner Verweunderung Asora Lightwave ein. Ist er doch normalerweise am Erden-Raumdock stationiert. Ich weiß gar nicht, was ihn nach Deep Space Nine verschlagen hat. Aber ich war froh eine Unterhaltung zu haben.

Nach den üblichen sexuellen Anspielungen kamen Asora und ich auf James und seinen Vater zu sprechen. Ich konnte Asora ansehen, dass ihn die ganze Situation belastet. Joe Astor war jahrelang Asora’s Captain und einer seiner – nein wenn nicht sogar der – beste Freund. Sein vorgetäuschter Tod hat ihn damals tief getroffen. Und als sein Freund hat er es als seine Pflicht verspürt den jungen James aufzunehmen und großzuziehen. Heute. Viele Jahre später ist James für Asora nicht einfach nur sein Patensohn, sondern er fühlt sich wie sein Vater und liebt James wie seinen eigenen Sohn. Ich habe das Gefühl gehabt, dass Asora Angst davor hat, dass James nun Joe als seinen Vater annehmen wird und Asora sich dann abgeschrieben fühlt.

Asora’s Angst kann ich verstehen. Aber ich denke sie ist unbegründet. Als James vor ein paar Tagen zu mir an Bord kam und mich in die ganze Geschichte eingeweiht hat, hat er über genau die selben Ängste in Bezug auf Asora berichtet. James hat Angst, dass sich Asora aufgrund seiner Freundschaft auf die Seite seines Vaters schlägt. Ich hab Asora geraten, dass er James einfach sagen soll, dass er ihn libe, dass er für ihn sein Sohn ist und das Joe ihnen das nicht kaputt machen kann. Ich hoffe sehr, dass er das tut. Denn die beiden brauchen das.

In letzter Zeit fühle ich mich wie ein Counselor. Dabei habe ich auf der Sternenflotten Academy nur den Einführungskurs belegt und dann schnell entschieden, dass das nichts für mich ist, weil ich mich mit de Problemen anderer viel zu schnell selber belaste und ganz deprimiert werde. Ich hatte meine eigenen Probleme – mir mir. Da habe ich ander Academy sehr schnell entschieden, dass ich damit nichts zu tun haben will und mich voll auf meine medizinische Ausbildung konzentriert.

Zu relativ später Stunde – also zumindest war das Quark’s so leer, als wenn es schon sehr spät wäre – trafen Greg und Sheing im Deep Space Nine. Ich habe mich natürlich mehr über Sheing gefreut, als über Greg – der plötzlich eine Glatze hat, die ihm absolut nicht steht. Sheing war sogar noch ganz förmlich gekleidet, da sie gerade erst dienstfrei hatte. Aber sie sah so gut aus in ihrer diplomatischen Robe. Aber es ist egal was Sheing an oder nicht an hat, für mich ist sie das schönste Wesen das existiert *Grinst*

Wirklich viel geredt habe ich an dem Abend nicht mehr mir Sheing. Sie war ganz in ein Gespräch mit Greg vertieft, und ich habe es einfach nur genoßen sie in meiner Nähe zu haben. Aber ich habe sie gefragt, ob es möglich wäre ihre Mutter und ihre Großmutter zu treffen, damit ich mehr über unser Volk erfahren kann. Sie war einverstanden und will es mir ermöglichen *grinst*

Ich habe gestern zu Sheing das erste mal die drei großen Worte gesagt. Ich liebe Dich. Und Sie hat gesagt, dass sie mich auch liebt. Es ist so schön mit ihr.

Da auch Sheing bemerkt hatte, dass im Quarks nicht viel los war und wir von den Herren Asora und Greg sehr schnell auch alleine sitzen gelassen worden sind, haben wir uns kurzer Hand entschlossen, mein Quartier auf der Nanjin aufzusuchen.

Sheing glaubt, dass Greg auf eine von uns beiden steht. Sie meine er wirke enttäuscht, wenn er uns sieht. Ich hab da nie drauf geachtet – und gestern war ich eher von Greg’s Glatze irritiert, als ihn sonst irgendwie wahrzunehmen. Auf meine Frage, ob Sheing denn Interesse an ihm hätte, meinte sie nur, dass sie zur Zeit kein Interesse an irgendwem außer mir hat *grinst*

Es ist jetzt noch sehr früh. *schaut sich kurz nach Hinten um* Sheing liegt noch friedlich schlafend im Bett. Ich traue mich nicht sie zu wecken. Vielleicht träumt sie ja was schönes. Das will ich Ihr nicht nehmen. In einer halben Stunde ist Schichtwechsel an Bord und ich werde dann auf der Brücke erwartet. Ich werde noch schnell was schönes für Sheing zum Frühstück replizeren und auf den Wohnzimmertisch stellen.

Logbuch-Eintrag Ende

Persönliches Computerlogbuch

Persönliches Computer-Logbuch von Captain Mara Alba, USS Nanjin
Sternzeit 88073.88

Heute waren Sheing und ich in Quarks Bar verabredet. Es sollte das erste mal sein, dass wir beide uns als Paar in der Öffentlichkeit zeigen.

In Quark’s Bar bin ich jedoch auf Ihrern Onkel Monte gestoßen, der mir mitteile, dass Sheing leider nicht kommen könnte, da sie ins Sol-System aufbrechen musste. Natürlich war ich enttäsucht. Aber Sheing kann nichts dafür. Das ist das Los von Sternenflotten-Offizieren. Es ist nicht einfach, wenn man auf unterschiedlichen Schiffen stationiert ist.

Sheings Onkel, der für sie eher ein Vater ist, hat sich als angenehmer Gesprächspartner gezeigt. Ich bin erstaut darüber, wie offen ich mit Ihm über meine Gefühle für seine Nichte bzw. Tochter reden konnte. Monte schient sehr verständnisvoll zu sein und zeigte keine Anzeichen dafür, dass es ihm unangehem wäre, dass ich mit Sheing liiert bin.

Ich hab Monte heute auf jeden Fall in mein Herz geschlossen. Er ist ein großartiger Mann und ein großartiger Vater. Seine Augen haben vor Stolz geglänzt, als er über Sheing geredet hat.

Auch wenn Sheing heute leider nicht da auf DS9 war. War es ein sehr angenehmer abend mit einem angehemen Gesprächspartner.

Ich habe das Gefühl, dass ich in Sheings Familie willkommen bin. Das bedeutet mir sehr viel. Ich bin mir selbst noch nicht ganz im klaren, wie es mit mir und Sheing weiter geht. Zur Zeit fühlt es sich aber so an, dass es was richtig ernstes ist.

Ich hoffe sie sieht das genauso. Monte meinte, dass Sheing vermutlich verwirrt ist, weil sie sich in in eine Frau verliebt hat. Das kann ich gut nachempfinden. Als ich mich zum ersten mal in eine Frau verliebt habe, war es für mich auch sehr verwirrend.

Diese Verwirrung muss Sheing jedoch selbst überwinden. Ich kann ihr nur zur Seite stehen und meine tiefe Zuneigung zeigen. Und das werde ich tun.

Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Sheing.

Logbuch-Eintrag Ende